Suhr
Die Gemeinde kann den Schulhausbau anpacken

Innert Frist ist keine Beschwerde hereingeflattert – das Schulhaus «Vinci» kann gebaut werden. Bereits nächste Woche gehen die ersten Arbeiten los.

Katja Schlegel
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Gemeinderat Marco Genoni, Schulpflegepräsidentin Sonja Ihle und Gemeindepräsident Beat Rüetschi spazieren über die künftige Baustelle.

Gemeinderat Marco Genoni, Schulpflegepräsidentin Sonja Ihle und Gemeindepräsident Beat Rüetschi spazieren über die künftige Baustelle.

Sandra Ardizzone

Erst diskutierten die Suhrer an der Gemeindeversammlung im November lange über das 21,2-Millionen-Projekt «Schulhausneubau Vinci». Dann ging eine Einsprache gegen das Baugesuch ein. Mitte April erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung – gegen die innert Frist keine Beschwerde eingegangen ist, wie der Rechtsdienst des Baudepartementes diese Woche mitgeteilt hat. Die Baubewilligung ist rechtskräftig, die Suhrer können ihr Primarschulhaus bauen.

Gemeindepräsident Beat Rüetschi ist sichtlich erleichtert: «Ich bin sehr froh, dass wir jetzt mit dem Bau beginnen können.» Und Schulpflegepräsidentin Sonja Ihle sagt: «Der Leidensdruck hat ein Ende.»

Wenig Zeit und wenig Platz

Der Zeitplan ist ehrgeizig: Im Sommer 2017 soll das viergeschossige Schulhaus mit Platz für 24 Klassen und die Gemeindebibliothek bezugsbereit sein. Deswegen verliert die Gemeinde auch keine Zeit. Aktuell laufen die Ausschreibungen, nächste Woche beginnen die ersten Arbeiten: Um die Baugrube für den Aushub zu räumen, müssen Glasfaserleitungen verschoben werden. Dazu müssen auch einige Bäume gefällt werden. Nach den Sommerferien soll der Spatenstich stattfinden.

Eng wird es nicht nur mit dem Zeitplan, sondern auch mit dem Platz auf dem Areal: Die Baustellenzufahrt erfolgt über den Weg zwischen TBS und Bez-Schulhaus, der Wendeplatz für die Lastwagen wird vor den Haupteingang des Bez-Schulhauses gelegt. Dafür wird der Eingang gesperrt. Auch die Veloabstellplätze, die heute mitten auf dem «Vinci»-Areal liegen, werden über die Tramstrasse auf den Kiesplatz zwischen Post und Central verlegt. Die Schüler werden via Unterführung auf das Schulgelände gelotst. Die Baustelle wird, um jede Gefährdung der Kinder zu vermeiden, rundherum eingegittert.

Schüler rücken zusammen

Obwohl die Schule ihr neues Schulhaus eigentlich bereits im Sommer 2016 dringend gebraucht hätte, wird auf das Aufstellen von Containern verzichtet. «Wir rücken noch etwas näher zusammen», sagt Ihle. Zum einen, um den sowieso schon verkleinerten Pausenplatz nicht noch zusätzlich vollzustellen, zum andern, um Kosten zu sparen. Die Provisorien hätten noch einmal eine halbe Million gekostet.

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