Aarau
Die geheimnisvollen Türen im Untergrund des Hauptbahnhofs

Bei den Berufspendlern waren sie in den vergangenen Tagen offenbar das Thema. In den Personenunterführungen Ost und West im Aarauer Bahnhof waren urplötzlich Türen da, die vorher noch nicht da gewesen waren.

Toni Widmer
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Bahnhofunterführung: Türen und Tore, wo vorher keine waren. zvg

Bahnhofunterführung: Türen und Tore, wo vorher keine waren. zvg

Was macht ein Berufspendler, wenn er es frühmorgens um halb Acht gewohnt eilig hat, in der Unterführung des Aarauer Bahnhofs aber zuerst Türen öffnen muss.

Türen, die vorher noch nie da gewesen waren. Der Pendler ärgert und fragt sich, ob die SBB einen neuen Weg gefunden haben, ihn auf seinem täglichen Arbeitsweg unnötig zu schikanieren und wendet sich an die Zeitung.

Der Reporter sucht vorerst – Bahnhof auf und Bahnhof ab – die vom Berufspendler auf seinem Handy festgehaltenen schikanösen Behinderungstüren. Doch die sind auf wundersame Weise ebenso plötzlich wieder verschwunden, wie sie gekommen waren.

Der Reporter stutzt, sucht noch etwas genauer und findet schliesslich sowohl in der Unterführung West wie auch in der Unterführung Ost in Wandnischen verborgene Tore. Könnte es allenfalls sein, dass es sich dabei um Brandschutzeinrichtungen handelt?

SBB-Mediensprecherin Lea Meyer bestätigt die Vermutung des Reporters: «In der Personenunterführung Ost und in der Personenunterführung West gibt es Brandschutztore, die im Brandfall aus Nischen herauskommen. Diese Tore haben je zwei Türen».

Es sei nun kürzlich zu einzelnen Störungsfällen gekommen. Die Tore hätten sich «ungefragt» selbstständig gemacht. Die Störungen seien mittlerweile behoben.

Für die nächsten Pendler, die plötzlich Türen, Tore oder Gitter in der Bahnhofunterführung Aarau entdecken eine ergänzende Information von Lea Meyer: «Wir schliessen die Verkaufsflächen unter der Woche jeweils zwischen 1.30 Uhr und 4 Uhr aus Sicherheitsgründen sowie für die Reinigung mit sogenannten Bodenrolltoren. Die Durchgänge via Bahnhofplatz (Stadtdurchgang) und die Abgänge beim Perron 1 sind aber jederzeit geöffnet.»

An den Wochenenden werde um 2.15 Uhr geschlossen, also, nachdem der letzte Zug in Aarau abgefahren sei. Im Erdgeschoss hätte man dafür normale Glasschiebetüren installiert, im Untergeschoss seien es Gitter.

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