Aarau
Die Filet-Stücke in der Aarenau bleiben in Reserve

Die Aarauer Ortsbürger befürworten die Strategie des Stadtrats in der Aarenau. Eine Parzelle im Nordosten des Areals wird im Baurecht abgegeben.

Hermann Rauber
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Im alten Schützenhaus wird soll ein Quartier-Bistro mit Gartenwirtschaft eingerichtet werden.

Im alten Schützenhaus wird soll ein Quartier-Bistro mit Gartenwirtschaft eingerichtet werden.

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Ein nächster Schritt für die Weiterentwicklung des Wohngebietes Aarenau: Die Aarauer Ortsbürger haben an ihrer Winter-Gmeind einen Kredit von 65 000 Franken für die Vermarktung des Baufeldes 8 gutgeheissen. Diese Parzelle im Nordosten des Areals soll im Baurecht abgegeben werden. Zudem stützte eine grosse Mehrheit der 278 Stimmberechtigten die von Stadtpräsidentin Jolanda Urech erläuterte «Strategie» zum weiteren Vorgehen.

Bereits im kommenden Juni 2016 kann die Gemeindeversammlung über einen Baukredit für das Baufeld 2 befinden, das die Sanierung des alten Schützenhauses einschliesst. Hier soll primär ein Quartier-Bistro mit Gartenwirtschaft entstehen, als gesellschaftliches «Scharnier zwischen dem alten und dem neuen Scheibenschachen».

Zur praktisch einstimmig gutgeheissenen «Liegenschaftsstrategie» gehört auch die Absicht der Aarauer Ortsbürger, als Grundeigentümer auf dem Baufeld 6 in einen zweiten Wohnblock selber zu investieren, und zwar etappenweise. So will der Stadtrat die «Filetstücke» südlich gegen das Aareufer hin vorläufig als «Reserve» in der Hinterhand behalten und «erst später darüber entscheiden». In der kurzen Diskussion bedauerte der ehemalige Stadtrat Andres Basler, dass es nicht gelungen sei, die Einwohnergemeinde als Investorin einzubinden, nicht zuletzt mit Blick auf den sozialen Wohnungsbau.

Zustimmung fand auch das Budget 2016, obwohl dieses laut Peter Heuberger, Präsident der ortsbürgerlichen Finanzkommission, erstmals seit 2007 mit einem Defizit rechnet, nämlich mit 254 500 Franken. «Grund für Kummer» bestehe allerdings nicht, die Aarauer Ortsbürgergemeinde sei schuldenfrei und verfüge im Moment gar über «flüssige Mittel».

Mit lediglich neun Gegenstimmen abgesegnet wurde ein Kredit über 126 000 Franken für die Mustersanierung einer Wohnung in der Wohnzeile D an der Neuenburgerstrasse. Hier steht nach 25 Jahren eine umfassende Renovation an, für die ein Erneuerungsfonds von momentan gut 7 Millionen Franken zur Verfügung steht.

Zum Schluss verabschiedete die Versammlung mit Applaus Stadtschreiber Martin Gossweiler und Stadtweibel Toni Aeschbach, die demnächst in Pension gehen werden.

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