Ein einziger Bisheriger ist am 23. Oktober nicht mehr dabei: Der 62-jährige Peter Wehrli (SVP, Küttigen) geht politisch in Rente. Der Weinbauer gehörte dem Grossen Rat zwanzig Jahre lang an. Schon während der Legislatur gab es in der Grossrats-Abordnung des Bezirks Aarau eine Verjüngung. Unter anderem wegen der vorzeitigen Rücktritte der beiden FDP-Schwergewichte Daniel Heller (Erlinsbach) und Beat Rüetschi (Suhr).

Ob die nachgerutschten Maja Riniker (Suhr) und Ulrich Bürgi (Aarau) die gleich starken Wahllokomotiven sein werden? Die Freisinnigen streben selbstsicher ein viertes Mandat an. Ihr Spitzenkandidat ist der Aarauer Stadtrat Lukas Pfisterer. Auf dem aussichtsreichen vierten Listenplatz steht der Aarauer Rainer Lüscher, Präsident der Stadtpartei.

Wie die Jungfrau zum Kinde kam die SVP des Bezirks Aarau während der letzten Legislatur zu einem sechsten Sitz. Wolfgang Schibler wurde Bettwil (Bezirk Muri) untreu und zügelte nach Buchs. Aufgefallen ist er vor allem als Hardliner in Asylfragen. Verdrängt werden könnte er allenfalls von Daniel Kopp (Suhr) oder Andreas Wehrli (Küttigen), die beide bei den Wahlen 2012 gute Resultate gemacht hatten.

Während bei der SVP ein Mandatsgewinn (also sechs Sitze ohne Zugezogenen) keine Überraschung wäre, kann sich die SP keine allzu grossen Hoffnungen auf einen vierten Sitz machen. Ihre drei Bisherigen, Grossratspräsident Marco Hartmeier, Jürg Knuchel und Franziska Graf-Bruppacher, treten wieder an.

Bei den Grünliberalen hat der erst dieses Jahr nachgerutschte Adrian Bircher (Aarau) den ehemaligen Aarauer Stadtrat Michael Ganz im Nacken. (uhg)