5-Gemeinde-Fusion
Die ersten Abstimmungen für ein Gross-Aarau kosten über eine Million Franken

In den fünf verbliebenen Zukunftsraum-Gemeinden stehen noch dieses Jahr die erste Abstimmungen an. Und satte 1,13 Millionen Franken betragen die geschätzten Kosten für alle drei Teilphasen, in die sich die Prüfung der Fusionsprojekte gliedert.

Ueli Wild
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Fünf Gemeinden basteln an einem neuen Aarau. Bild: Der zentrale Platz für die Region, der Bahnhof Aarau. Flashmob mit Blasmusik.

Fünf Gemeinden basteln an einem neuen Aarau. Bild: Der zentrale Platz für die Region, der Bahnhof Aarau. Flashmob mit Blasmusik.

Noch in diesem Jahr werden die Stimmberechtigten von Suhr, Densbüren und der beiden Entfelden im Rahmen ihrer jeweiligen Wintergemeindeversammlung einen Entscheid zum Projekt Zukunftsraum Aarau fällen können. Dasselbe gilt für den Aarauer Einwohnerrat. Die aktuell am Projekt weiterbeteiligten Gemeinden wollen nämlich nächstes Jahr ein Leitbild der «neuen Aargauer Kantonshauptstadt» erarbeiten. Die dafür erforderlichen Mittel dürften rund insgesamt 340 000 Franken ausmachen.

Über die entsprechenden Kredite, deren Höhe aufgrund der Bevölkerungszahlen festgelegt wird, befinden die Gemeindeversammlungen beziehungsweise der Einwohnerrat. Das geht aus einer Medienmitteilung der fünf beteiligten Gemeinden von gestern Donnerstag hervor.

Letztlich geht es nun um die detaillierte Prüfung von Fusionsprojekten. Das Leitbild (2017) bildet die erste von drei Teilphasen und bildet die Grundlage für die beiden weiteren Teilphasen. Jeweils beim Übergang von einer Teilphase zur andern werden die bisherigen Ergebnisse in den Gemeindeversammlungen respektive im Aarauer Einwohnerrat. Die für 2018/2019 geplante Fusionsanalyse (Teilphase 2) soll sich mit der systematischen Prüfung der Fusionsprojekte Densbüren–Aarau, Oberentfelden–Unterentfelden–Aarau und Suhr–Aarau befassen. Gestützt auf die Ergebnisse der Fusionsanalyse sollen schliesslich im Rahmen der Fusionsvorbereitung (Teilphase 3) die Fusionsverträge ausgearbeitet werden.

Laut Medienmitteilung müssten diese dann «voraussichtlich 2020 von den Stimmberechtigten der einzelnen Gemeinden in einer Volksabstimmung genehmigt werden». Dieses Konzept hat die aus den fünf Gemeindepräsidien bestehende Projektsteuerung am 8. August bei einem Treffen in Unterentfelden allen Gemeinde- und Stadträten vorgestellt.

Kanton beteiligt sich an Kosten

Die gesamten Projektkosten für die drei Teilphasen werden auf 1,13 Mio. Franken geschätzt. Davon entfallen rund 30 Prozent auf das Leitbild, 60 Prozent auf die Fusionsanalyse und 10 Prozent auf die Fusionsvorbereitung. Der Kanton Aargau übernimmt für die Gemeinden, welche die Fusionsanalyse mit einem Beschluss abschliessen, 25 000 Franken pro Fusionsprojekt. Rund 48 Prozent der Kosten hat die Stadt Aarau zu tragen, 23 Prozent entfallen auf Suhr, 18 Prozent auf Oberentfelden, 9 Prozent auf Unterentfelden und 2 Prozent auf Densbüren. Ursprünglich waren 11 Gemeinden am Projekt Zukunftsraum Aarau beteiligt gewesen.

Das Konzept wurde am 8. August an einem gemeinsamen Anlass in Unterentfelden allen Gemeinde- und Stadträten der verbliebenen Zukunftsraum-Gemeinden vorgestellt. zvg

Das Konzept wurde am 8. August an einem gemeinsamen Anlass in Unterentfelden allen Gemeinde- und Stadträten der verbliebenen Zukunftsraum-Gemeinden vorgestellt. zvg

zvg

Beide Entfelden tagen gleichzeitig

Da auch ein Fusionsprojekt Oberentfelden–Unterentfelden–Aarau geprüft werden soll, sind die Gemeinderäte der beiden Entfelden übereingekommen, ihre Wintergmeind am selben Tag abzuhalten. «So wird vermieden», heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeindekanzlei Unterentfelden, «dass die Stimmberechtigten durch den Entscheid der vorher beschliessenden Versammlung in der Nachbargemeinde beeinflusst werden.» Die Unterentfelder Gmeind wird deshalb vom 5. Dezember auf den 25. November vorverschoben. Der Aarauer Einwohnerrat wird schon am 14. November entscheiden.