Aarau

Die erste Migros-Eröffnung, bei der WC-Papier eine Rolle spielt – Einweihungs-Party fällt wegen Corona-Virus aus

In Aarau geht heute die für neun Millionen Franken aufgepeppte «Igelweid» wieder auf. Nach siebeneinhalb Wochen Komplett-Schliessung gibt es keine Einweihungsparty. Die Regale sind jedoch aufgefüllt – auch mit WC-Papier.

Es ist in mehrfacher Hinsicht ein völlig neues Migros-Gefühl: Etwa, weil die Wiedereröffnung des Traditionsladens in eine Zeit fällt, in der alles anders ist. Es gab aus aktuellem Anlass am Mittwoch keine Einweihungsparty. 

Beibehalten wurden die drei Tage mit 10-Prozent-Rabatt (bis Samstag). Und all denjenigen, die etwas ganz Bestimmtes suchen, sei verraten: Die Regale in der neuen «Igelweid» sind total aufgefüllt. Es hat auch WC-Papier (in der oberen Etage).

Der «MM» wirkt viel grosszügiger

In der für neun Millionen Franken total überholten Filiale fällt sofort auf, dass der Laden viel grosszügiger wirkt – auch wenn er nicht vergrössert worden und das Sortiment praktisch gleich geblieben ist. Aber es sind natürlich (fast) alle Artikel an einem anderen Ort. Darum hat die Migros Aare auch zu einer Entdeckungstour mit Plan eingeladen. Vorsicht: Dieser stimmt nicht ganz. Es hat statt Rolltreppen jetzt Rollbänder. Und diese führen von hinten nach oben (also nicht mehr von der Seite Igelweid aus). Anders sind auch die «Wägeli»: So wie man sie aus grossen Migros-Filialen wie dem Wynecenter kennt.

Wer nun den «MM» durch den Haupteingang betritt, der kommt zuerst einmal in den Bereich von Convenience-Food und Backwaren. Das Gemüse ist nach hinten gerückt, die Fleischabteilung, üblicherweise ein starker Umsatzträger, wirkt nicht mehr so dominant. Geblieben sind die je drei bedienten Kassen auf den beiden Geschossen. Dazu kommen insgesamt acht Selfscanning- und Selfcheckout-­Stationen.

Keine grösseren Probleme in der Umbauphase

Filialleiterin Helena Husser ist stolz auf die neue «Igelweid» – nicht nur, weil sie, was eine Novität ist, an zwei Stellen von einem grossen Foto lächelt. «Der Umbau ist sehr gut gelaufen», sagt Helena Husser. «Wir waren voll im Zeitplan. Es gab keine grösseren Probleme.» Die siebeneinhalb Wochen dauernde Komplett-Schliessung habe sich gelohnt.

Das Personal machte am Mittwochabend beim Finish einen zufriedenen Eindruck. «Es sind alle wieder da», sagt Helena Husser. Zehn Personen hatten die Umbauphase für eine längere Auszeit genutzt. Insgesamt arbeiten 59 Personen in der 90 Jahre alten Migros Igelweid (viele davon in Teilzeit). In der Eröffnungsphase werden sie durch zusätzliche Migros-Angestellte unterstützt. Man ist für den Ansturm gewappnet.

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