Densbüren

Die erste Ausgabe des Sicht-Feld-Openairs ging über die Bühne

Am Wochenende ging die erste Ausgabe des Sicht-Feld-Openairs über die Bühne. Die Verantwortlichen sind zufrieden. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, vorwiegend junge Menschen aus der Region anzusprechen.

Der Himmel am Samstag ist wolkenlos und die Sonne strahlt auf das Festgelände oberhalb von Densbüren. Dank einem leichten Wind ist die Temperatur angenehm. Auf der Hauptbühne spielt die Hip-Hop-Formation Vokabularphysik aus Kaisten.

Das Publikum wippt mit den Armen im Takt der Beats und applaudiert nach den Songs der Fricktaler Rapper. Viele Zuschauer sind jedoch noch nicht vor der Bühne, sondern sitzen etwas weiter entfernt auf der Wiese. Es ist noch relativ ruhig, die Stimmung gemütlich.

Dass das Sicht-Feld-Open-Air bereits in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet, ist alles andere als selbstverständlich. Die erste Sitzung des Organisationskomitees (OK) fand erst im November letzten Jahres statt und der Trägerverein wurde im März gegründet.

«Erst zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir das Open Air bereits dieses Jahr durchziehen werden», erklärt Stefan Märke, eines von sechs OK-Mitgliedern.

Die Verantwortlichen wollen mit der Durchführung des Events die Lücke schliessen, die das Freaktal-Open-Air, welches 2009 zum letzten Mal stattfand, hinterlassen hat. «Wir haben oft gehört, dass die Leute es schade finden, dass es im Fricktal kein Open Air mehr gibt. Das wollten wir ändern», so Märke.

Für die Premiere haben sich die Verantwortlichen zum Ziel gesetzt, vorwiegend junge Menschen aus der Region anzusprechen, unabhängig von deren Musikgeschmack. «Musikalisch sind wir sehr breit gefächert. Wir haben von Hip-Hop über Rock bis Elektro alles im Programm», sagt Stefan Märke. Er betont, dass das Sicht-Feld mit seinen Acts nicht auf der Mainstreamschiene fahre, sondern durch die regionale Orientierung einen eigenen Charakter entwickeln wolle.

Mittlerweile ist die Sonne kurz vor dem Untergehen. Der Himmel verfärbt sich rötlich und die Schatten werden länger. Den Besuchern bietet sich die letzte Gelegenheit, den Ausblick über den Jura zu geniessen. Die Sängerin der Basler Soulband The Kitchenetts versucht derweil, die Festivalzuschauer zur Bühne zu locken. Diese zeigen jedoch noch kein allzu grosses Interesse. Die meisten verfolgen das Konzert aus der Distanz. Es wird gegessen, getrunken und geplaudert, schliesslich steht noch eine lange Nacht mit vielen weiteren Auftritten bevor.

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