Auenstein/Rupperswil

Die Einweihung der Aare-Brücke ist im Frühling geplant – die Lager sind jetzt montiert

Ein Helikopter brachte die Brückenlager der neuen Brücke zwischen Auenstein und Rupperswil.

Seit Juni wird an den neuen Fuss- und Velobrücken zwischen Auenstein und Rupperswil gearbeitet. Die Widerlager und die Pfeiler des 5 Millionen Franken teuren Bauwerks sind bereits erstellt. Gestern ging es darum, die Brückenlager zu platzieren.

Man hätte dies mit einem Autokran machen können, doch es wäre wesentlich teurer gekommen als mit dem Helikopter. Ursprünglich hätte der erste Anflug morgens um 9 Uhr erfolgen sollen. Doch Nebel verhinderte den Heliflug – und enttäuschte die Zuschauer.

Nachmittags kurz vor 15 Uhr war es dann so weit: Staub wirbelte auf, der Heli der St. Galler Firma Helitamina hob das erste, 300 Kilogramm schwere Widerlager auf den ersten Pfeiler in der Aare. Die Pfeiler im Unterwasserkanal wurden später ausgerüstet. Dank perfekter Planung und relativ viel Bodenpersonal war die Fliegerei nach einer Stunde vorbei.

Mindestens so spektakulär wie gestern wird es in der dritten, bei schlechtem Wetter in der vierten Januar-Woche: Dann werden die Holzträger der Brücke angeliefert und innerhalb von voraussichtlich drei Tagen montiert.

Auf beiden Seiten der Aare und danach des Kanals werden grosse Autokrane aufgestellt (250-Tonnen- und 180-Tonnen-Krane). Damit die mittleren Holzträger auf die Widerlager gehoben werden können, wird ein Doppeleinsatz der Krane notwendig sein. Die Träger werden auf Langholzwagen nach Auenstein gebracht.
Mit dem Bau der Brücken wird eine Radweglücke geschlossen.

Und es wird vor allem eine für Fussgänger und Velofahrer sehr gefährliche Stelle entschärft. Die einspurige Auto-Fahrbahn ist 3,2 Meter breit. Daneben gibt es nur einen Mini-Trottoir – was besonders dann, wenn die Badi so richtig in Betrieb ist, immer wieder zu heiklen Szenen geführt hat. Die Einweihung der Brücke ist für Frühling geplant.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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