Aarau

Die Befürworter der Aareufer-Aufwertung geben nicht kampflos auf

Das Aareufer östlich der Kettenbrücke soll in der Region der Schwanbar mit der Umgestaltung eine Bucht erhalten. Visualisierung/zvg

Das Aareufer östlich der Kettenbrücke soll in der Region der Schwanbar mit der Umgestaltung eine Bucht erhalten. Visualisierung/zvg

Ein Komitee aus linken Politikern setzt sich für ein Ja zur Aufwertung des Aareraums Ost ein. Der Zeitpunkt dafür sei ideal, denn der Bund bezahle im Rahmen des Agglomerationsprogrammes «Aareland» mit 1,2 Millionen Franken an das Projekt.

In einem Monat wird abgestimmt: Die Aarauer Bevölkerung entscheidet am 9. Feburar, ob das Ufer östlich der Kettenbrücke aufgewertet werden soll. Dass nun das Volk darüber entscheidet hat ein bürgerliches Kommitiee mit einem Referendum erreicht.

Dieses bekommt nun Gegenwehr: Ein Kommittee bestehend aus Vertretern der SP, Pro Aarau und der EVP macht sich für das Aufwertungs-Projekt stark. Ihre Argumente: Die Verbreiterung des Philosophenwegs entschärfe die «bekannten heiklen Engpässe» für Fussgänger, Jogger, Skatern und Velofahrern, schrieb das Kommittee gestern in einer Mitteilung.

Bund beteiligt sich finanziell

Ausserdem sei der Zeitpunkt für das Projekt ideal: Wegen dem baldigen Neubau der Kettenbrücke müsse die Umgebung sowieso angepasst werden. Zudem sei das Timing auch finanziell günstig, da der Bund sich in den nächsten fünf Jahren im Rahmen des Agglomerationsprogrammes «Aareland» mit 1,2 Millionen Franken am Projekt beteiligen würde und sich die Nettoausgaben somit um einen Drittel von 3,6 Millionen Franken auf 2,4 Millionen reduzieren würde.

Schwanbar könnte länger geöffnet haben

Ein weiteres Argument der Projektbefürworter betrifft die Schwanbar. Der Standort für der Sommerbar würde neu in die Zone für öffentliche Bauten zu liegen kommen, was bedeutet das eine längere Betriebsdauer möglich wäre als die bisherigen zwei Monate.

Ob die Schwanbar tatsächlich von der Aufwertung profitieren würden, ist offen: in der neuen Zone müsste der Betreib der Bar ausgeschrieben werden und auch andere Gastrobetriebe könnten sich darum bewerben. Zudem wäre die Fläche für die Bestuhlung auf der Wiese deutlich kleiner.

Einwohnerrat war für das Projekt

Silvia Dell’Aquila von der SP rechnet sich «gute Chancen» für ein Ja am 9. Februar aus. «Ich denke, die Argumente werden die Leute überzeugen.» Und schliesslich hätten die Einwohnerratsfraktionen der SP, Grünen, CVP, Pro Aarau, Grünliberalen und der EVP/EW den Kredit für das Projekt im September 2013 einstimmig gutgeheissen.

Versiegt der Wille zu Investitionen?

Es könnte aber auch sein, dass es mit der Investitionsfreudigkeit im Zuge der peniblen Budgetdebatte inzwischen vorbei ist. «Das kann sein», sagt Silvia Dell’Aquila, «doch wenn man die finanzielle Lage durchdenkt, sieht man: Es ist ein günstiger Zeitpunkt. Zudem ist es keine riesige Investition und es gibt keine wiederkehrenden Kosten.»

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