Aarau

Die Bauarbeiten am letzte Neubau beim «Bahnhof Aarau Süd» laufen

Bis 2024 werden alleine in das neue Gebäude 65 Millionen Franken investiert.

Bis 2024 werden alleine in das neue Gebäude 65 Millionen Franken investiert.

Auf dem Gelände des heutigen WSB-Bahnhofs in Aarau entsteht ein Komplex für 65 Millionen Franken – der Baustart ist bereits durch.

«Das Projekt ‹Bahnhof Aarau Süd› schliesst die Gesamterneuerung des Bahnhofgebietes südlich der nationalen Bahnlinie ab, die in den Neunzigerjahren begonnen hat», erklärte Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker gestern beim Startschuss für den 65-Millionen-Franken-Bau.

Die WSB (heute AVA) erhält bis in Jahr 2024 ein neues Bahnhofgebäude und ein grösseres Gleisfeld, darüber entstehen 64 vorwiegend kleinere Wohnungen sowie mehrere tausend Quadratmeter Bürofläche. «H+», die Bildungsinstitution für Gesundheitswesen, wird einziehen.

Die Unterführung wird verbreitert. Dort gibt es einen weiteren Migrolino, und die Bäckerei Wälchli (Berliner) wird wieder einziehen. Sie ist vorübergehend in einem Provisorium. Im Parterre ist ein Valora-Kiosk geplant.

Das neue Gebäude muss erdauert werden. Im Januar beginnen die Vorbereitungsarbeiten, im Frühling der eigentliche Bau. Der Abgang von der Hinteren Bahnhofstrasse in die Personen-Unterführung wird jahrelang nicht benutzbar sein.

Planung begann mit einem Ideenwettbewerb

Ein Gleis und der schmale Bahnhofsperron der AVA fallen weg. Beeinträchtigungen gibt es auch für den Verkehr auf der Hinteren Bahnhofstrasse, weil diese temporär verengt werden muss. «Die Komplexität und die enge Verflechtung mit wichtiger Infrastruktur bergen mannigfaltige Risiken», betonte Hans Setz, der Verwaltungsratspräsident der Gross Generalunternehmung AG.

Er ist auch Verwaltungsrat der Metro Liegenschaften AG (unter anderem die Gebrüder Remo und Frank Gantner), die zusammen mit der AVA als Investor auftritt.

Das Signal steht auf Grün: Hanspeter Hilfiker, Severin Rangosch und Hans Setz (v.l.) beim Startschuss.

Das Signal steht auf Grün: Hanspeter Hilfiker, Severin Rangosch und Hans Setz (v.l.) beim Startschuss.

Ein zentrale Rolle bei der Entwicklung des Gebäudes spielte Mathias Grünenfelder, stellvertretender CEO von Aargau Verkehr (AVA). Die Planung begann 1991 mit einem Ideenwettbewerb, so richtig Fahrt nahm sie dann 2013 auf. Zu einem der letzten grossen Probleme gehörte der Schutz der Meyerschen Stollen. «Wir nehmen dieses Thema sehr ernst», betonte Hans Setz.

«Ein markantes Zeichen für die Prosperität der Stadt»

AVA-CEO Severin Rangosch wies am Startschuss-Anlass darauf hin, dass zuerst das Westgebäude (für «H+»), dann das Ostgebäude (AVA-Teil, unter anderem mit den Büros für den AVA-Hauptsitz) gebaut wird. Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker stellte das Projekt in einen etwas grösseren Zusammenhang: In den letzten 25 Jahren seien im Quartier südlich des Bahnhofs Hunderte von Millionen Franken investiert worden.

«Mit dem Projekt ‹Bahnhof Aarau Süd› wird eine Perle im Kreis der attraktiven Büro und Wohnbauten entstehen», sagte Hilfiker. «Von allen Seiten sichtbar wird der Neubau ein markantes Zeichen für die Prosperität und den Entwicklungswillen der Stadt und der Region Aarau setzen.» Trotz der engen Verhältnisse auf der Hinteren Bahnhofstrasse werden auch zwei Radstreifen geschaffen.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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