Aarau
Die AMA-Besucher müssen sich erst noch an den Zug gewöhnen

40000 Besucher strömten trotz der sommerlichen Temperaturen an die grösste Aargauer Ausstellung im Aarauer Schachen. Doch erst rund 1000 nutzten das Kombi-Ticket Zug-AMA. 270 Aussteller zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen.

Hubert Keller
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Susanne Galliker, eine zufriedene, aber müde Messeleiterin. Kel

Susanne Galliker, eine zufriedene, aber müde Messeleiterin. Kel

Die Zahl der AMA-Besucher kann Messeleiterin Susanne Galliker noch nicht genau beziffern. Dafür ist es noch zu früh. Sie geht davon aus, dass gegenüber dem Vorjahr rund 1000 Eintritte weniger verzeichnet worden sind.

Dennoch dürften wieder gegen 40 000 Personen in den Schachen gepilgert sein. Das sommerliche Wetter sei für eine Messe nicht ideal, sagte Galliker am Tag nach der AMA, doch ihre Bedenken, die mit den steigenden Temperaturen immer grösser geworden waren, seien nicht gerechtfertigt gewesen.

Am Sonntag, dem letzten Messetag, «verwandelte sich das ganze Gelände in eine Stubete und begeisterte Tausende Besucher», sagt Galliker.

Rund 270 Aussteller präsentierten, eingebettet in ein vielfältiges Rahmenprogramm, ihre Produkte und Dienstleistungen.

Die Messeleiterin führt das nach wie vor grosse Publikumsinteresse einerseits auf den Mix mit Ausstellern, Veranstaltungen und Sonderthemen zurück, andererseits auf den Standort, der zum Verweilen einlade. Speziell am Sonntag sei das Messegelände ein beliebter Treffpunkt gewesen.

Reithalle bis 2019 bewilligt

Die Aargauer Messe Aarau AMA nutzt seit 2012 die Reithalle und weitere Anlagen, die dem Reitbahn- und Kavallerieverein im Baurecht zur Verfügung stehen.

Der Baurechtsvertrag schreibt vor, dass die Anlagen primär der reiterlichen Nutzung vorbehalten bleiben. Für zweckfremde Nutzung braucht es die Einwilligung der Stadt.

Im Herbst letzten Jahres hat der Stadtrat die Bewilligung um weitere fünf Jahre bis 2019 verlängert.

Die Stadt hat die Bewilligung an die Bedingung geknüpft, dass das Verkehrskonzept verbessert wird. Eine Massnahme ist das SBB-AMA-Kombiticket.

Wie viele davon verkauft worden sind, weiss Galliker erst in ein paar Wochen. Sie geht davon aus, dass etwa 1000 Besucher mit dem Zug nach Aarau und zur AMA gekommen sind. «Nicht so viele, wie ich erhofft hatte», sagt Galliker.

Die Leute müssten sich wohl erst daran gewöhnen, meint sie und ist zufrieden, wenn nur schon ein paar hundert Autos weniger in den Schachen gefahren sind.

Besucher will unterhalten werden

Ohne spezielle Events komme eine Messe längst nicht mehr aus, sagt die Geschäftsführerin der AMA Messe und Kongress AG. Die besucherstärkste Messe im Aargau müsse die ganze Familie unterhalten und zum Erlebnis werden.

Gutes Feedback erhielt Galliker auf das Sonderthema «Rundum gesund», das von der Stiftung «Aarau, eusi gsund Stadt» initiiert worden ist.

«Das Buureland war immer voll und auch die Eröffnung der Grillsaison kam gut an», sagt Galliker. Sehr zufrieden habe sich auch der Gastkanton Schwyz gezeigt. Stark besucht waren die Abendveranstaltungen.

Für die Messeleiterin selber hatte es zu viele Weinanbieter. Dadurch, dass keine eigene Weinhalle mehr eingerichtet worden war, waren die rund 30 Weinhändler über die ganze Ausstelluhng verteilt und fielen umso mehr auf. «Wir werden das Angebot diesbezüglich anpassen müssen», meint Susanne Galliker.

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