Küttigen/Erlinsbach
Die älteste Aktionärin an der Clientis-Versammlung war 102 Jahre alt

Es war eine Volksversammlung: 462 Aktionäre erschienen zur Generalversammlung der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach. Sie erhielten pro Aktie (wie immer) 23 Franken. Vor allem aber ein feines Essen.

Hermann Rauber
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Die 102-jährige Martha Angst aus Aarau sagt als Aktionärin Ja zur Jahresrechnung der Bank. René Birri

Die 102-jährige Martha Angst aus Aarau sagt als Aktionärin Ja zur Jahresrechnung der Bank. René Birri

René Birri

Die Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) war im letzten Jahr solid, gesund und wüchsig. Die Bilanzsumme stieg auf 468 Millionen Franken, der Bruttogewinn auf 3,21 Millionen, «trotz schwierigem Umfeld», wie Verwaltungsratspräsident Daniel Heller an der Generalversammlung betonte.

Denn auch Regionalbanken könnten sich dem globalen Trend nicht ganz entziehen. Das betrifft laut Heller nicht zuletzt das «anhaltend tiefe Zinsniveau» und damit das Kerngeschäft einer Retailbank wie die CKE, die zu mehr als 80 Prozent von der Zinsdifferenz zwischen Hypotheken und Spargeldern lebt.

Nur mit Wachstum kann die Bank die sinkende Marge ausgleichen. Zudem sucht man intensiv nach neuen Kundenfeldern, unter anderem bei Anlagen und Vorsorgeangeboten.

Mit Erfolg, weisen doch die Erträge aus Kommissionen und Dienstleistungen eine Steigerung von satten 18 Prozent aus.

Laut Bankleiter Hansjörg Gloor verfügt die CKE über eine «komfortable Eigenmitteldecke», die auch den verstärkten Bundesvorschriften bei weitem zu genügen vermag. 2014 expandiert die CKE in den Kanton Solothurn, wird doch in Lostorf eine Geschäftsstelle eröffnet.

Die 462 Aktionäre (unter ihnen als Älteste Martha Angst aus Aarau mit Jahrgang 1911) stimmten nicht nur oppositionslos dem Jahresbericht und der Jahresrechnung zu, sondern genehmigten sich auch eine unveränderte Dividende von 23 Franken pro Aktie.

Auf drei Jahre wiedergewählt wurde der Verwaltungsrat mit Daniel Heller (Präsident), Andreas Fuchs, Bernhard Schwaller, René Hert, Hans-Ulrich Blattner und Rudolf Roth-Schütz. Wegen der in den Statuten verankerten Altersgrenze ist Kurt Blattner aus dem Gremium ausgeschieden und mit Dank verabschiedet worden.

Nach einer Stunde war die Traktandenliste erschöpft, die Versammlung im Schulzentrum Bläuen in Erlinsbach konnte zum traditionellen Bankmöhli übergehen, für das die Brigade von Beat Michel, Wirt der «Traube» in Küttigen, bestens sorgte.

Der Showblock wurde in diesem Jahr durch den schlagkräftigen Tambourenverein Erlinsbach bestritten.

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