Aarau
Die Aarauer Umweltwochen bleiben keine Eintagsfliege

Nach Abschluss der ersten Umweltwochen ziehen Stadtrat und Umweltfachstelle eine positive Bilanz. Eine Fortsetzung ist geplant, der Zeitpunkt ist aber noch ungewiss.

Sibylle Haltiner
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Mit dem Interesse, das die Umweltwochen in der Bevölkerung gefunden haben, sind Umweltfachstelle, Stadtrat – und Biber zufrieden.

Mit dem Interesse, das die Umweltwochen in der Bevölkerung gefunden haben, sind Umweltfachstelle, Stadtrat – und Biber zufrieden.

SIH

Während den drei Umweltwochen schenkten die Aarauerinnen und Aarauer ihre Aufmerksamkeit den Auen. Am Samstag war die Zeit gekommen, Bilanz zu ziehen. Am Schlussevent wies Stadtrat Werner Schib unter der Brücke des Staffeleggzubringers auf Gegensätze hin: «Die vielbefahrene Strasse führt mitten durch den Auenschutzpark, das nächtliche Froschkonzert konkurrenziert mit dem Brummen der Fahrzeugmotoren.»

Den Einfluss der Auen auf die Stadt und ihre Bevölkerung aufzuzeigen, war eines der Hauptanliegen der Umweltwochen. Auch für Schib brachten die vielfältigen Veranstaltungen neue Erkenntnisse. Er sei fasziniert von den sogenannten Giessen, den Grundwasseraufstössen im Rohrer Schachen, erzählte er. «Der ökologische Wert der Auen wurde mir erst jetzt richtig bewusst.»

Von den ersten Umweltwochen ziehen sowohl der Stadtrat wie auch die Umweltfachstelle ein positives Fazit. «Unser Ziel war es, die Bevölkerung für die Bedeutung der Auen zu sensibilisieren und sie auf den speziellen Charakter dieser Landschaft hinzuweisen», erklärte Carmen Hitz von der Umweltfachstelle. «Wir konnten die Wahrnehmung fördern, dass die Auen etwas ganz Typisches für Aarau sind und zur Identität der Stadt beitragen.» Rund 900 Personen haben an den verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen. Erfolgreich waren auch zwei Anlässe mit der Schule, an welchen sich etwa 300 Kinder beteiligten.

Fortsetzung ist sicher

Markenzeichen der Umweltwochen war die drei Meter hohe Weidenkugel, die nach ihrem Aufenthalt an verschiedenen Standorten in der Stadt wieder in den Rohrer Schachen zurückgekehrt ist. Carmen Hitz ist überzeugt: «Die Kugel wird den Leuten nachhaltig in Erinnerung bleiben.» Als besonders positiv sieht sie auch die Zusammenarbeit von verschiedenen Organisationen und Vereinen, der Schule und der Stadt, ebenso den grossen Einsatz von freiwilligen Helfern.

Die Ergebnisse der ersten Umweltwochen werden jetzt analysiert. Bereits ist klar, dass es eine Fortsetzung geben wird. «Es soll keine Eintagsfliege sein», meinte Werner Schib, und Carmen Hitz betonte: «Die Umweltwochen sind eine sinnvolle Plattform.» Thema und Zeitpunkt der nächsten Durchführung stehen allerdings noch nicht fest.

Die Umweltwochen haben die Bekanntheit der Auenlandschaft erhöht. Doch erträgt die Natur zusätzliche Besucher an der Aare? Gerhard Ammann, Mitinitiator des Auenschutzparks und Autor der Texte des neuen Auen-Audiopfades, sieht keine Probleme. «Der Auenpark ist gross genug, hier hat es Platz für alle.»