Aarau

Die 2000-Watt-Gesellschaft nicht vergessen

Familien- und Schulergänzende Tagesstrukturen (FuSTA) ja, aber kein Neubau ohne kontrollierte Lüftung – dem Einwohnerrat reicht die stadträtliche «Sparlösung» nicht.

Familien- und Schulergänzende Tagesstrukturen (FuSTA) ja, aber kein Neubau ohne kontrollierte Lüftung – dem Einwohnerrat reicht die stadträtliche «Sparlösung» nicht.

Der Aarauer Einwohnerrat sagt Ja zum Projektierungskredit für den Neubau von FuSTA und Kindergarten in Rohr. Die «Sparlösung» des Stadtrates genügt ihm aber nicht.

Der Aarauer Einwohnerrat hat einen Brutto-Projektierungskredit in der Höhe von 759 000 Franken für einen Neubau von FuSTA und Kindergarten und eine neue Heizwärmeverbundanlage für das Schulareal Aarau Rohr gutgeheissen. Dass es in Rohr in Sachen Familien- und Schulergänzende Tagesstrukturen (FuSTA) endlich vorwärts gehen solle, wurde von allen Seiten begrüsst. Die rot-grüne Mehrheit des Rates opponierte jedoch gegen die Sparbemühungen des Stadtrates und setzte eine Antrag durch, der besagt, dass beim Neubau der Minergie-eco-Standard eingehalten und eine nicht-fossile Heizwärmeverbundlösung angestrebt wird. Den entsprechenden Antrag hatte die Fraktion von Pro Aarau, EVP/EW und Grünliberalen eingebracht.

Der Ergänzungsantrag setzte sich bei der Gegenüberstellung mit dem Antrag des Stadtrates mit 25:20 Stimmen gegen diesen durch. In der Schlussabstimmung ging die Vorlage dann mit 33 Ja gegen 12 Nein durch. Dem Stadtrat warf das rot-grüne Lager vor, zugunsten seiner Sparbemühungen die Gemeindeordnung nicht ernst zu nehmen, die für die Stadt Aarau die 2000-Watt-Gesellschaft als Ziel festlegt. Schelte erntete der Stadtrat insbesondere für das Ansinnen, den Neubau nicht mit einer kontrollierten Lüftung auszustatten.

Erfolglos blieb die SVP-Fraktion, die zwei Zusatzanträge eingereicht hatte. Den Antrag, wonach die bestehenden 19 Parkplätze erhalten bleiben sollten, scheiterte mit 27:18 Stimmen. Im Raumprogramm sind nur noch acht Parkplätze vorgesehen. Auch den Antrag, dass das Vorprojekt mit allen Kosten dem Einwohnerrat noch einmal vorzulegen sei, lehnte der Einwohnerrat ab – mit 23 gegen 20 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

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