Der deutsche Roboter- und Anlagenbauer Kuka bietet 1,35 Franken je Swisslog-Aktie, was die auf Logistik in Spitälern und Verteilzentren spezialisierte Firma mit rund 340 Mio. Fr. bewertet. Der Swisslog-Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären das Angebot anzunehmen. Am Mittwoch hatte die Aktie bei 1,24 Fr. geschlossen.

Die beiden Swisslog-Grossaktionäre Rudolf Grenzebach und Friedhelm Loh sind auch massgeblich an Kuka beteiligt. Da die zwei zusammen mehr als 40 Prozent an Swisslog halten, sei nicht mit einem höheren Konkurrenzangebot zu rechnen, sagte ein Händler.

Swisslog soll gemäss den am Donnerstagabend publizierten Übernahmeplänen von Kuka als eigenständige Marke mit Standort Schweiz erhalten bleiben. Swisslog mit Sitz in Buchs AG beschäftigt rund 2300 Mitarbeitende in über 20 Ländern. Ihre Wurzeln reichen auf die im Jahr 1900 gegründete Sprecher + Schuh zurück.

Synergien erwartet

Die erwarteten Synergien aus der Übernahme durch Kuka werden auf mehr als 10 Mio. Fr. pro Jahr beziffert, wie der Präsentation zu einer Medienkonferenz vom Freitag zu entnehmen ist.

Die Einbindung in den Kuka-Konzern werde neue Wachstumspotenziale durch optimierte Marktdurchdringung, Marktzugang und die Erschliessung neuer Märkte ermöglichen. Weitere Synergien würden sich aus gemeinsamer Technologienutzung, bei der Bündelung von Know-how, in den Bereichen Einkauf und Services sowie aus der gemeinsamen Nutzung internationaler Standortstrukturen ergeben.

Mit einem gemeinsamen Pro-forma-Umsatz von 2,3 Mrd. Euro würden die Unternehmen weltweit zusammen zu einem starken Anbieter in verschiedenen Automatisierungsmärkten werden, hiess es.

Kuka will die Übernahme durch vorhandene Barmittel und eine Kapitalerhöhung finanzieren, die rund 80 Mio. Euro in die Kasse spülen dürfte. Angestrebt wird die Übernahme von mindestens zwei Dritteln des Aktienkapitals vonSwisslog. Der Vollzug der Transaktion werde im Dezember 2014 erwartet. (sda)