Aarau

Deutliche Aussage: Vorzeige-Einsprecher bleibt weiterhin ein Thema

«Absolut private Aktion»: Die Grünen über Albert Rüetschi.

«Absolut private Aktion»: Die Grünen über Albert Rüetschi.

«Wir als Fraktion und Partei tragen dieses Vorgehen in keiner Art und Weise.» Die Worte der Grünen an die Adresse ihres Mitglieds Albert Rüetschi (52, im Bild), dem Vorzeige-Einsprecher gegen das Stadion, lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Haben die Grünen ihre aussergewöhnliche Erklärung im Einwohnerrat nur abgegeben, weil sie das Demokratieverständnis von Albert Rüetschi nicht teilen? Oder gibt es noch ein anderes Problem? Wissen die Grünen allenfalls mehr?

Albert Rüetschi bezeichnete sich anfänglich als «Präsident Verein Torfeld Süd» und tritt neuerdings als «Präsident Quartierverein Torfeld Süd» auf. Bekannt ist, dass es einen «Verein Torfeld Süd» gibt, der die Interessen der Stadion-Anwohner bündelt und Einwendungen macht. Aktivitäten eines «Quartiervereins» gab es bisher nicht.

Albert Rüetschi ist Jurist. Er arbeitet seit September 2004 auf der Sicherheitsdirektion des Kantons Zug. Anfänglich unter Regierungsrat Hanspeter Uster, jetzt unter Beat Villiger. Rüetschi ist auf «Xing» und «Linked- in». Aber sein beruflicher Lebenslauf ist nicht vollständig: Er hat – aus was für Gründen auch immer – vergessen, einzutragen, dass er bis Ende August 2004 als Baujurist im Aargauer Baudepartement gearbeitet hat.

Der Vorzeige-Einsprecher ist beruflich eine beachtliche Nummer. So ist er als Vertreter der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren Mitglied des Stiftungsrates der Zewo. Mit dabei ist auch Christine Egerszegi. Der Stiftungsrat entscheidet über die Verleihung oder den Entzug des Zewo-Gütesiegels, das für Institutionen, die auf Spendengelder angewiesen sind, äussert wichtig ist. (uhg)

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