Aarau
Der Wakkerpreis ermöglicht auch den Blick in die Zukunft der Stadt

Mit der Aktion «Baukultur entdecken» lanciert die Stadt Aarau die Wakkerpreis-Wochen, die mit der offiziellen Verleihung am 28. Juni einen Höhepunkt bieten.

Hermann Rauber
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Das architektonisch eigenwillige Herzoghaus ist eine der von der Wakkerpreis-Jury speziell gewürdigten Bauten.

Das architektonisch eigenwillige Herzoghaus ist eine der von der Wakkerpreis-Jury speziell gewürdigten Bauten.

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Seit Januar weiss man, dass Aarau den Wakkerpreis 2014 erhalten wird. Die Stadt will diese Auszeichnung nicht einfach selbstzufrieden im Lehnstuhl geniessen, sondern aktiv die Chance zur Präsentation und Reflexion nutzen. Und zwar sowohl nach innen, also für die Einwohnerschaft, als auch nach aussen, nämlich für die Besucherinnen und Besucher. Zu diesem Zweck hat sich ein OK gebildet, das unter Leitung von Marcel Suter steht. Zum Programm gehören unter anderem spezielle Wakker-Führungen durch Hostessen des Verkehrsbüros aarau info.

Gebündelte Impressionen

Den Auftakt bildet ein «Stationenweg» zu gelungenen Beispielen der Aarauer Baukultur. 16 Plakate mit Foto und Erläuterungen sind gebündelt in der Markthalle auf dem Färberplatz und dezentral vor Ort in den Quartieren zu sehen. Zudem lädt ein Objekt-Führer mit 31 Punkten zu Spaziergängen über das gesamte Stadtgebiet ein. Diese «Lektionen zur Ertüchtigung der Stadt» sind ein Werk der Gesprächsrunde der Aarauer Architektinnen und Architekten. Sie sollen laut Philipp Husistein Gelegenheit zur «Wiederentdeckung» des bisher Geleisteten geben und zugleich «Ansporn und Denkanstoss» für künftige Vorhaben sein.

An der Vernissage der Plakatausstellung in der Markthalle sprach der Aarauer Stadtbaumeister Felix Fuchs von einem «Vorglühen» auf die kommenden Wakkerpreis-Wochen. Die vom Schweizer Heimatschutz prämierte «vorbildliche Umsetzung einer qualitätsvollen Verdichtung am richtigen Ort» verdiene eine «breite Resonanz». Die Kantonshauptstadt brauche, so Fuchs, «ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen». Die Auszeichnung erlaube aber nicht nur einen Blick auf das städtebauliche Wachsen in der Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft, stehe Aarau doch mitten in der Diskussion des neuen Raumentwicklungsleitbildes (REL).

Vielen Mitspielern zu verdanken

Stadtpräsidentin Jolanda Urech dankte nicht nur den Aarauer Architekten für ihre Plakataktion, sondern allen «Mitspielern», die die nun ausgezeichnete Stadtentwicklung ermöglicht und mitgetragen haben. Dazu gehören die Verwaltung, Behörden und private Bauherrschaften ebenso wie der Einwohnerrat und letztlich das Volk, das dank der direkten Demokratie die nötigen Weichen jeweils an der Urne gestellt hat.

In Anspielung auf den Maienzug erklärte Urech, sie fühle sich heute bereits am «Vorabend» der offiziellen Wakkerpreis-Verleihung. Diese ist öffentlich und findet am Samstag, 28. Juni, auf dem Färberplatz und in der Markthalle statt. Reden, musikalische Beiträge, ein Apero für die Bevölkerung und ein Kinderprogramm wechseln sich ab und versprechen einen anregenden «Wakkertag».