Aarau

Der vorzeitige Auszug der Sonderschule löst einen grossen Knopf

Die HPS zieht in den «Nordpark».

Die HPS zieht in den «Nordpark».

Jetzt, da der Auszug der Heilpädagogischen Sonderschule (HPS) feststeht, kann in der Diskussion um die Schulraumplanung in der Telli endlich ein neuer Anlauf genommen werden.

Der vorzeitige Umzug der Heilpädagogischen Schule Aarau, kurz HPS, löst einen grossen Knopf im Gewirr der Telli-Schulraumplanung.

Am Montag hatte die Stiftung Schürmatt, die neue Trägerschaft der HPS, bekannt gegeben, dass die HPS statt wie angedacht auf Ende Schuljahr 2014/15 bereits Anfang 2014 in die ehemaligen Räume der Fachhochschule Nordwestschweiz im Nordpark einziehen wird.

Alle brauchen mehr Platz

In der Telli teilen sich HPS und Zeka, die Schule für Körperbehinderte, ein Gebäude, daneben steht die Primarschule – und alle drei brauchen dringend mehr Platz.

Im Juni war es zu einem Schlagabtausch zwischen Zeka und der FDP gekommen, nachdem Zeka Stadtrat Lukas Pfisterer in einem Brief vorgeworfen hatte, in der Schulraumplanung übergangen zu werden. Die FDP konterte, Zeka betreibe ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver.

Der vorzeitige Auszug der HPS bringt nun neuen Spielraum – «und eine gewisse Entspannung in die Diskussionen», ist Stadtrat Lukas Pfisterer überzeugt.

Ueli Speich, Stiftungsleiter von Zeka, ist überrascht, dass die HPS nun so schnell auszieht.

Die Stiftung selbst habe erst am Montag davon erfahren. Speich ist aber optimistisch, nun eine gute Lösung – Zeka zusammen mit der Primarschule – zu finden: «Der Auszug der HPS ist eine wichtige Voraussetzung, um die Schulraum-Verhandlungen überhaupt weiterführen zu können.»

Turnhallenproblem ungelöst

Das betreffende Gebäude gehört zwei Parteien: Zwei Drittel gehören der Zeka, stehen aber auf Boden der Stadt Aarau. Gebaut wurde im Baurecht. Der von der HPS genutzte Gebäudedrittel gehört der Stadt Aarau.

Wie es nun weiter geht – ob die Zeka das gesamte Gebäude nutzen kann, oder ob ein Teil der Primarschule während der Umbauarbeiten in das Gebäude ausweichen wird oder gar langfristig genutzt wird –, wird laut Stadtrat Pfisterer nun geklärt.

Ebenfalls nach einer Lösung muss noch bezüglich der Nutzung der Turnhalle gesucht werden: Diese reichen nur, wenn die HPS künftig auf die Nutzung verzichtet.

Ansonsten müsste eine dritte Halle gebaut werden. «Dieser Punkt ist noch nicht fertig ausgehandelt», sagt Werner Sprenger, Direktor der Stiftung Schürmatt.

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