Oberentfelden/Kölliken
Der Vitaparcours ist wieder beliebter

Draussen turnen ist wieder in – doch wer unterhält eigentlich das Gratis-Fitnesscenter?

Lucius Müller und Janine Gloor
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Slalomlauf: Ein Vita-Parcours-Posten. (Symbolbild)

Slalomlauf: Ein Vita-Parcours-Posten. (Symbolbild)

Raphael Nadler

Seit 1968 balancieren, hüpfen und rennen Schweizer nach Anleitung der blauen Schilder. Errichtet wurden die Parcours von der damaligen Vita Lebensversicherung. Heute gibt es
im Aargau 30 Vitaparcours, 11 davon in der Region Lenzburg, Aarau, Seetal, Wynental, Suhrental. Die Zurich Versicherung hat die Parcours übernommen.

Im Frühling müssen die Parcours auf Vordermann gebracht werden. Für die Mehrheit der Parcours ist die Gemeinde verantwortlich. Beat Gutzwiller vom Bauamt Oberentfelden sagt: «Pro Jahr investieren wir etwa 70-100 Stunden.» Die Stiftung Vita Parcours kontrolliert die Strecken regelmässig. «Wir erhalten immer wieder gute Feedbacks», sagt Gutzwiller. Das war nicht immer so. «In meiner Jugend war der Vitaparcours nicht so gut unterhalten. Doch heute bekennen sich beide Gemeinden klar zum Parcours.» Er sei auch ein Aushängeschild für die Gemeinden.

In anderen Gemeinden haben sich Vereine dem Parcours angenommen. Der STV Kölliken wendet jedes Jahr zwei Abende auf, um den Parcours instand zu setzen. Auf einem Rundgang mit der Zurich wird entschieden, was ersetzt oder erneuert wird. «Das Material stellt die Gemeinde zur Verfügung, pro Jahr sind ungefähr 2000 Franken budgetiert», erklärt STV Kölliken-Präsident Martin Heeb.

Der Aufwand scheint sich zu lohnen, die Vitaparcours werden genutzt. «Ich habe das Gefühl, dass der Vitaparcours wieder beliebter geworden ist. Vor ein paar Jahren sah man jeweils nur die Mitglieder des Turnvereins oder des Fussballclubs auf der Strecke. Doch seit Pulsuhren und Fitness-Tracker zum Trend geworden sind, benutzen wieder mehr Leute den Vitaparcours.» Diesem Trend kommt die Zurich mit einer Gratis-App entgegen. Mit der Trainings geplant werden können.

«Wir spüren, dass der Ausgleich im Wald für die Bevölkerung sehr wichtig ist. Unsere Parcours sind 24 Stunden offen», sagt Baumann. Dabei sind die Vitaparcours nicht mehr alleine, violette Tafeln führen Sportliche auf den Helsana-Trails durch den Wald. Ein Konkurrenzprodukt? Baumann verneint: «Die ‹Helsana-Trails› konzentrieren sich aufs Laufen. Sie sind eine Ergänzung zu unserem Angebot.»

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