Aarau
Der Vater des Hits «Alperose» begleitet die Aarauer Kadetten

Fürs Konzert der Kadettenmusik kam der Komponist vom Polo-Hofer-Hit «Alperose» extra nach Aarau: Hanery Amman. Er genoss den Auftritt mit den jungen Musikerinnen und Musikern sichtlich.

Markus Christen
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Mattia Facchini spielt auf dem Saxofon die ersten Töne zu Hanery Ammans «Alperose» (am Keyboard).

Mattia Facchini spielt auf dem Saxofon die ersten Töne zu Hanery Ammans «Alperose» (am Keyboard).

mch

Zur Sicherheit wurde der Liedtext auf die Wand des Konzertsaals projiziert. Das wäre nicht nötig gewesen. Leidenschaftlich und aus dem Effeff sang das Publikum im Duett mit dem Mundartsänger Dani Probst die Volkshymne «Alperose» und sorgte für den Höhepunkt an einem Konzertabend, der sicherlich auch den jungen Musikanten der Kadettenmusik Aarau noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Denn neben Dani Probst von der Aarauer Band Snöff befand sich auch der Komponist von Polo Hofers Hit «Alperose» höchstpersönlich auf der Bühne des Kultur- und Kongresshauses und begleitete die Kadettenmusik bei ihrer musikalischen Reise um die Welt, die als Motto den Rahmen für das diesjährige Jahreskonzert bildete.

Auf Einladung des Dirigenten Ernst Buchinger war Hanery Amman nach Aarau gekommen. Er genoss den Auftritt mit den jungen Musikerinnen und Musikern sichtlich. «Es ist wunderbar, wenn junge Leute Musik machen, denn die Musik kann einem niemand nehmen», sagte Amman zum Publikum gewandt, nachdem er zuvor die Keyboardtöne locker leicht und lässig aus dem Ärmel geschüttelt hatte.

Musik als Seelenspiegel

Hanery Amman ist ein Enthusiast, was seine Kunst betrifft. Er sagt, Musik präge die Persönlichkeit und habe die Funktion eines Seelenspiegels. Sie erlaube es dem Menschen, im Moment zu leben. «Das tönt jetzt alles ein wenig elitär, aber es stimmt eben.»

Schon oft und immer wieder habe er mit jungen Musikern zusammengearbeitet, sagt Amman nach dem Konzert. Der Auftritt von vorgestern Abend mit der Kadettenmusik sei für ihn aber ein Spezieller gewesen. «An ein Konzert in diesem Rahmen kann ich mich nicht erinnern.» Dass die jungen Musikanten viel von der Anwesenheit des erfahrenen Vollblutmusikers profitieren konnten, bestätigt wiederum Dirigent Ernst Buchinger. «Sie haben musikalisch noch einmal einen gewaltigen Sprung gemacht. Es ist für sie eine tolle Erfahrung.»

Die Kadettenmusik überzeugte am Donnerstagabend insbesondere durch ihren Mut. Nachdem die anfängliche Nervosität verflogen war, spielten sich die Musiker mit vielen überzeugenden Soloparts durch ein anspruchsvolles Programm, das von Swing- über Filmmusik bis zu klassischen Stücken reichte. Mutiges Spielen ist ein Anliegen, das Ernst Buchinger sehr wichtig ist. «Es ist für mich entscheidend, dass niemand Angst hat, wenn es ums Musikmachen geht. Das gilt auch, wenn zum Beispiel jemand unvorbereitet zur Probe kommt. Denn das Wichtigste ist es immer, Freude an der Musik zu haben.»

Diesen Satz, sagt dazu Hanery Amman, könne er unbedingt unterstreichen.

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