Buchs

Der Steuerfuss ist in Buchs kein Tabuthema

Buchs will mit den Finanzen haushälterisch umgehen.

Buchs will mit den Finanzen haushälterisch umgehen.

Die Einwohnergemeinde rechnet das Jahr 2104 mit einem Ertragsüberschuss ab. Eine moderate Steuererhöhung müsse dennoch ins Auge gefasst werden, sagt Gemeinderat Tony Süess.

Bei einem Gesamtumsatz von 34,2 Millionen Franken schreibt die Einwohnergemeinde Buchs einen Ertragsüberschuss von 219 000 Franken ab. Das positive Resultat sei nebst nicht beanspruchten Budgetkrediten sowie Mehreinnahmen bei den Bundes- und Kantonsbeiträgen für die Sozialhilfe dem Umstand zu danken, dass für die planmässigen budgetierten Abschreibungen ein Betrag aus den Aufwertungsreserven entnommen werden könne, teilt der Gemeinderat mit. Dieser buchhalterische Effekt ist dem neuen Rechnungsmodell HRM2 zu verdanken.

Der für die Finanzen zuständige Gemeinderat Tony Süess bewertet das Ergebnis deshalb mit Vorsicht: «Es wird immer schwieriger, die Gemeindefinanzen im Griff zu halten und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen zu lassen.» Mit den vorhandenen Mitteln müsse haushälterisch umgegangen und die Steuerausstände müssten aktiver bewirtschaftet werden, damit mehr Geld in die Gemeindekasse fliesse.

Auf der Basis eines Steuerfusses von 97 Prozent hat die Einwohnergemeinde Buchs gut 15 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern eingenommen; budgetiert waren 14,65 Millionen. Die Aktiensteuern machten 3,4 Millionen aus. Insgesamt brachten die Steuern inklusive Quellen- und Sondersteuern 19,8 Millionen Franken ein.

Die Nettoinvestitionen betrugen 4,8 Millionen Franken. Die Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums Suhrhard, die Kreisschule Buchs-Rohr, Beiträge an Lärmsanierungen und den Unterhalt von Kantonsstrassen, die Sanierungen von Gemeindestrassen sind jene Projekte, die am stärksten zu Buche schlugen. In den nächsten Jahren würden vor allem für die Schule grössere Investitionen fällig, sagt Süess.

Moderate Erhöhung denkbar

Die Gemeinde müsse deshalb noch stärker zwischen Wünschbarem und Notwendigem trennen. Süess hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass der Handlungsspielraum der Gemeinden beschränkt sei. Denn mehr als 85 Prozent der Ausgaben seien zweckgebunden.

Eine Steuerfusserhöhung dürfe deshalb kein Tabuthema sein. Gemeinderat Tony Süess sagt: «Wir werden vermutlich nicht darum herumkommen, in nächster Zeit eine moderate Steuererhöhung ins Auge zu fassen.» Als der Steuerfuss auf 97 Prozent gesenkt worden sei, habe der Gemeinderat festgehalten, dass man bei veränderter Finanzlage um eine Erhöhung nicht herumkommen werde.

Gemeinderat Süess hofft auf eine leichte Entlastung durch den neuen Finanzausgleich bei den Sozialkosten. Bei grösseren Fällen werden sich voraussichtlich ab 2017 alle Gemeinden über einen gemeinsamen Topf am Soziallastenausgleich beteiligen müssen. (kel)

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