Alle glaubten, es sei vorbei. Doch nun geht das juristische Hickhack um das neue Stadion des FC Aarau in eine weitere Runde:

Exakt einen Monat nachdem das Bundesgericht die Beschwerde eines Anwohners abgelehnt hat, ist nun eine weitere Beschwerde in Sachen «Baubewilligung Torfeld Süd» beim Bundesgericht eingegangen.

Der für das Bauprojekt zuständige Stadtrat Lukas Pfisterer wusste am Freitag selbst noch nichts von der neuerlichen Beschwerde und deren Inhalt. Auch Stadtschreiber Daniel Roth konnte auf Anfrage der az keine Angaben machen. Weder die Stadt noch ihr Anwalt seien bisher über eine weitere Beschwerde informiert worden.

Die Medienstelle des Bundesgerichts in Lausanne bestätigt: Der Beschwerdeführer habe ein sogenanntes Revisionsbegehren eingereicht, das nun vom Bundesgericht behandelt werde, sagt Sprecher Jean-Paul Walshaw-Sauter.

«Wahnsinnig, wenn man da zurückschaut»: FCA-Präsident Alfred Schmid ist «sehr erleichtert»

«Wahnsinnig, wenn man da zurückschaut»: FCA-Präsident Alfred Schmid ist Anfang Juni – nach dem vermeintlich letzten Stadion-Urteil – «sehr erleichtert».

 (3.Juni 2016)

Langer Weg

Der Stadtrat von Aarau hatte die Baubewilligung bereits im Mai 2014 erteilt. Der Spatenstich für das Projekt war ursprünglich für Herbst 2014 geplant gewesen. Das 10'000 Plätze zählende Fussballstadion Torfeld-Süd sah ursprünglich Investitionen von rund 36 Millionen Franken vor.

Im Mantel des neuen Stadions sollen ein Einkaufszentrum sowie Büros, Wohnungen und Räume für Detailhandel und Gastronomie untergebracht werden.

Visualisierung: So soll das Aarauer Fussballstadion aussehen

Visualisierung: So soll das Aarauer Fussballstadion aussehen