MeteoSchweiz
Der «Schnee-Yeti» von Buchs misst die Höhe der weissen Pracht – von Hand

Rolf Eichenberger misst die Schneehöhe im Auftrag von MeteoSchweiz. Er ist einer von Sechs Zuständigen im Aargau. Ein Job für Frühaufsteher.

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Rolf Eichenberger neben der Pegelstange und der Platte (r.).

Rolf Eichenberger neben der Pegelstange und der Platte (r.).

uhg

Automatisch? Nein, die Schneehöhe wird nicht von einem Messgerät festgestellt, wie die AZ berichtete. Auch nicht, wenn in unmittelbarer Nähe eine vollautomatische Wetterstation steht, wie das in Buchs/Aarau der Fall ist.

Die bundeseigenen MeteoSchweiz betreibt ein Netzt von landesweit 49 Yeti-Stationen. Seit Herbst 2018 ist der ehemalige Swisscom-Angestellte Rolf Eichenberger (69) für die Station 6790 zuständig (früher war das im Raum Aarau Sache der IBA/Eniwa). Die Schneemessstange steht im Garten seines Einfamilienhauses unweit der automatischen Wetterstation. Eichenberger ist einer von sechs «Schnee-Yeti» im Aargau (weitere sind etwa in Möriken-Wildegg und Seengen).

Letztes Jahr ein einziges Mal ein Zentimeter

Jeweils morgens um 7.30 Uhr muss Eichenberger die Schneehöhe und den gefallenen Neuschnee per SMS an die Zentrale melden. «Die von ihnen betreute Yeti-Station ist ein wichtiges Glied in der Kette der meteorologischen Beobachtungen», heisst es im Handbuch. Die gesamte Schneehöhe misst Eichenberger mit der Schneepegelstange, den Neuschnee, der auf eine täglich zu säubernde Platte gefallen ist, mit dem Meter.

In seinem ersten Winter als Yeti-Beobachter, im 2019/2020, konnte Eichenberger ein einziges Mal Schnee melden: 1 Zentimer im März. In diesem Winter ist sein Job vergleichsweise stressig – was ihm natürlich gefällt. Den ersten Schneefall gabs am 1. Dezember (3 cm), den zweiten am 1. Januar (2 cm), den dritten am 7. Januar (3 cm). Und jetzt den «Chlapf» Schnee ab Freitag. Wegen der Wärme betrug die Schneehöhe am Montag Morgen allerdings nur noch 19 cm (kein messbarer Neuschnee). (uhg)

Das sind die besten Bilder unserer Fotografen:

Ein Spaziergänger in der Winterlandschaft bei den Niedermatten in Wohlen.
27 Bilder
Winterstimmung bei den Niedermatten in Wohlen.
Blick auf die Kirche von Villmergen.
Der Pfau im Wildpark Roggenhausen scheint unbeeindruckt.
Gassi gehen mit erhöhtem Risiko: Spaziergänger im Wald beim Schwabenberg, Gebenstorf.
Auch in Brugg hat es kräftig geschneit.
Am Rande der Aare in Brugg wurden die etwas schmächtigeren Bäume vom Schnee niedergedrückt
Die Lenzburg im Schnee vom Gofi aus aufgenommen.
Auf dem «Gofi» ist der Schneemann bereits in Schieflage geraten. Im Hintergrund: Schloss Lenzburg
Ähnlich geht es dem Schneemann in der Aarauer Innenstadt.
Sein Kollege hat immerhin einen Schirm dabei.
Auch in Aarau hat es kräftig geschneit.
Das lud zu einem winterlichen Spaziergang im Schnee …
… oder an der Aare ein.
Das ist Service public: der Pöstler fährt auch im tiefen Winter auf die Baldegg hoch.
Der viele Schnee hat die Baldegg in Baden in ein Schneeparadies verwandelt
Seit Freitagnachmittag wird die Schlittelpiste in Beschlag genommen.
Unter den Sportbegeisterten hat es auch Schneeschuhwanderer.
Winterliche Postkartenansicht von der Badener Altstadt.
Hochbrücke und Limmat in Baden.
Skijöring gab es auf dem Birrfeld zu sehen.
Drohnenbilder vom Cheisacherturm nach dem Wintereinbruch.
Auf dem Kaistenberg hat der Winter das Geäst mit Schnee bedeckt
AZ-Redaktorin Andrea Weibel auf Snowboardtour.
Die Schneetour führte sie von Sarmenstorf über Bettwil und Niesenberg bis Kallern und Uezwil über den Lindenberg.
Ammerswil im Schnee: Zeitweise war das Dorf von der Umwelt abgeschnitten.
Winterliches Unteres Aaretal. Vorne Döttingen, Klingnau, hinten Kleindöttingen.

Ein Spaziergänger in der Winterlandschaft bei den Niedermatten in Wohlen.

Severin Bigler