Aarauer Tellifest

«Der Ruf des Telli-Quartiers ist schlechter, als es ist»

Jongleur Kaspar Tribelhorn ist seit 30 Jahren in Aarau zu Hause und wohnt seit sechs Jahren im Telli-Quartier.

Jongleur Kaspar Tribelhorn ist seit 30 Jahren in Aarau zu Hause und wohnt seit sechs Jahren im Telli-Quartier.

Der professionelle Jongleur Kaspar Tribelhorn trat am Samstag am Aarauer Tellifest auf. Hier wohnt er - und in seinen Shows nimmt er manchmal Bezug darauf.

Beim Aarauer Tellifest am Samstag gab es tibetisches, indisches, kolumbianisches oder thailändisches Essen. Das Fest repräsentierte die grosse kulturelle Durchmischung des Quartiers. Auf der Bühne wurden Darbietungen aus fremden Nationen gezeigt. Dazwischen trat Jongleur Kaspar Tribelhorn auf.

Sie haben heute ein Heimspiel. Wie ist es, hier zu jonglieren?

Kaspar Tribelhorn: Angenehm ist, dass die Vorbereitung sehr einfach ist. Ich muss meine Utensilien nicht mit dem Auto durch die ganze Schweiz fahren. Sonst ist es ein Auftritt wie jeder andere auch. Ich gebe mir nicht weniger Mühe, nur weil es ein Heimspiel ist. Im Gegenteil!

Kennen die Leute hier den Jongleur Tribelhorn?

Einmal habe ich für eine Nummer mit der Kettensäge bei mir im Garten geübt. Weil ich das in meinem Proberaum nicht machen konnte. Das wird man im Quartier sicher vernommen haben (lacht).

Welche Gefühle verbinden Sie mit dem Telli-Quartier?

Nur positive. Ich wohne gerne hier. Das Telli-Quartier ist sehr nahe am Bahnhof gelegen. Und obwohl ich in einem Haus wohne, finde ich auch die Blockwohnungen sehr schön. Man kann nicht von einer Getto-Bildung sprechen. Der Ruf des Quartiers ist schlechter, als es ist.

Sie haben Auftritte in der ganzen Schweiz. Ist das Telli Thema?

In meinen Shows nehme ich manchmal Bezug auf meine Herkunft. Allerdings eher auf den Aargau oder die Hauptstadt Aarau. Das Telli kennt man ausser in Aarau selbst nicht. Daher eignet es sich nicht für Witze in einer Comedyshow.

Wie sind Sie zum Jonglieren gekommen?

Vor 15 Jahren habe ich durch einen Freund mit Jonglieren angefangen. Bald war ich in der Amateurszene zu Hause und besuchte Jongliertreffen in verschiedenen Ländern. Das Tolle daran ist: Du findest überall sofort Freunde. Nach fast zehn Jahren Jonglage als Hobby habe ich mich mit einer professionellen Show selbstständig gemacht.

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