Aarau
Der Planungsbericht zeigt: Die Stadt muss ein Schulhaus aufstocken, andere erweitern

Wie viele Schulräume braucht Aarau in den nächsten Jahren? Welche baulichen Massnahmen sind dafür notwendig? Diese Fragen beantwortet der Planungsbericht der Brugger Beratungsfirma Metron.

Heidi Hess
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Die Stadt Aarau hat den Bericht im Rahmen der Umstellung zu 6 Jahre Primarschule/3 Jahre Oberstufe in Auftrag gegeben. Gestern teilte sie mit, wie die kurz- und die langfristigen Massnahmen für eine Entschärfung des Schulraumproblems aussehen sollen.

So viel Platz braucht es

Die Stadt Aarau plant aufgrund des Berichts bei verschiedenen Schulhäusern folgende bauliche Massnahmen:

• Das Primarschulhaus Aare zählt heute fünf Primarschulklassen, eine Einschulungsklasse und zwei Kindergartenabteilungen. Hinzu kommen 2014/15 eine Primarklasse und eine weitere Einschulungsklasse. Vorläufig reicht der vorhandene Platz.

• Im Primarschulhaus Telli hat es heute neun Primarklassen, eine Einschulungsklasse und drei Kindergartenabteilungen. Auf 2014/15 braucht es Raum für insgesamt zwölf Primarklassen. Das jetzige Schulhaus Telli wird deshalb um ein Geschoss aufgestockt. Für eine zusätzliche, vierte Kindergartenabteilung soll das bestehende Kindergartengebäude erweitert werden.

• Im Primarschulhaus Gönhard hat es heute fünfzehn Primarklassen und zwei Kindergärten. Ab 2014/15 kommen drei Primarklassen (6. Klasse) und ein weiterer Kindergarten hinzu. FuSTA muss deshalb seine Räume im Gönhardschulhaus der Primarschule überlassen. Der Hort sowie eine zusätzliche Kindergartenabteilung sollen jedoch neben dem jetzigen Kindergartenpavillon in einem geplanten Provisorium untergebracht werden.

• Das Primarschulhaus im Schachen zählt heute fünf Primarklassen, das Oberstufenschulhaus 17 Klassen. Je ein Kindergarten befindet sich an der Asylstrasse und im Dammquartier. Auf Schulbeginn 2014/15 rechnet man mit einem weiteren Kindergarten sowie einer weiteren Primarklasse. Langfristig geht man sogar von insgesamt zwölf Primarklassen aus, weil die Schulhäuser Aare und Gönhard entlastet werden sollen. Für den zusätzlichen Kindergarten könnte der Pavillon der Spielvilla aufgestockt werden. Die Primarklassen finden Platz im Oberstufenschulhaus, weil die Zahl der Oberstufenklassen abnimmt. (HHS)

Zwar ist die Zeit bis zum Schuljahr 2014/15 knapp. Der Stadtrat aber ist zuversichtlich, dass die Räume dank einer straffen Projektführung rechtzeitig bereit sein werden. Projektleiter ist das Stadtbauamtin Zusammenarbeit mit dem Ressortinhaber Bildung und Jugend, der Schulpflege, der Schulleitung und der Sektion Liegenschaften. Noch in diesem Jahr will der Stadtrat den Projektierungskredit dem Einwohnerrat vorlegen. Im Juni 2013 soll dieser über den Baukredit entscheiden.

Langfristig wird sogar gespart

Die kurzfristigen, baulichen Massnahmen sollen längerfristige Ziele nicht behindern. Langfristig - konkret ab Schuljahr 2020/21 - wollen die Stadt Aarau und die Gemeinde Buchs im Bereich Schulräume Synergien nutzen. Dafür haben der Aarauer Stadtrat und der Gemeinderat von Buchs eine enge schulorganisatorische Zusammenarbeit beschlossen, sowohl auf der Primar- als auch auf der Oberstufe.
Der Aarauer Vizestadtschreiber Stefan Berner sagt: «Eine grenzübergreifende Planung erlaubt, Schulräume besser zu nutzen. Kleine Klassen in verschiedenen Schulhäusern können zusammengelegt werden.»

Finanziell hat das Vorteile: Der Planungsbericht der Metron sieht ab 2020/21 für Aarau und Buchs 50 statt 56 Primarabteilungen und 35 statt 38 Oberstufenabteilungen vor. Bei den Infrastrukturinvestitionen sollen somit rund 15 Millionen Franken eingespart werden.