Neue Verbote
Der Park des Kantonsspitals Aarau wird zur rauchfreien Zone

Die Botschaft ist unmissverständlich: «Hier betreten sie ein rauchfreies Territorium.» Bei allen Zugängen zum Kantonsspital Aarau werden Rauchverbote angebracht.

Ueli Wild
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Auch beim Haupteingang im Süden wurde gestern ein Rauchverbot auf den Boden gespritzt. Nach wie vor gibt es auf dem Areal des Kantonsspitals Aarau aber Raucherpavillons.

Auch beim Haupteingang im Süden wurde gestern ein Rauchverbot auf den Boden gespritzt. Nach wie vor gibt es auf dem Areal des Kantonsspitals Aarau aber Raucherpavillons.

Ueli Wild

«Ab 1. September wird die gesamte Parkanlage des Kantonsspitals Aarau zur rauchfreien Zone erklärt», schreibt die Pressestelle des Kantonsspitals Aarau (KSA) in einer Medienmitteilung. Ein harter Schnitt für die Raucher, nachdem ihnen eigens dafür geschaffene Raucherpavillons und -zonen zugewiesen wurden? – Nein, diese Freistätten für die Raucher bleiben uneingeschränkt erhalten.

Das Spital appelliere an die Eigenverantwortung der Menschen, gibt Sergio Baumann, Leiter Betrieb und Geschäftsleitungsmitglied des KSA, zu verstehen. Wenn nun das gesamte Spitalareal zur Nichtraucherzone erklärt wird, geht es vor allem darum, die Haltung des Spitals in Bezug auf die schädlichen Folgen des Rauchens für die Gesundheit zum Ausdruck zu bringen. Und dies ab 1. September unübersehbar an der Grenze zum Spitalareal.

An sämtlichen 14 Zugängen wurde ein gelber Balken auf den Strassenbelag aufgemalt. Um zu signalisieren, dass sich hier die Grenze zu einem separaten Bereich befinde, erklärt Baumann. Jeweils etwa anderthalb Meter hinter der Grenzmarkierung werden derzeit Rauchverbote auf den Boden gespritzt. Anders als Texte gleichen Inhalts dürften sie von Besuchern, Patienten und Mitarbeitenden aller Zungen eindeutig gedeutet werden können. Davon jedenfalls gehen die Spitalverantwortlichen aus. Überdies werden bei allen Zugängen auch Inseln errichtet, die aus einem Aschenkübel und einer Informationstafel bestehen, aus der hervorgeht, wo sich auf dem Spitalareal die Raucherpavillons befinden.

Wer sich nicht ans Rauchverbot hält, muss keine Busse gewärtigen. Fehlbare Personen würden respektvoll auf die neue Regelung aufmerksam gemacht, sagt Sergio Baumann. Beim Personal, versichert Andrea Rüegg, Projektleiterin Kommunikation KSA, stosse die Regelung auf grosse Akzeptanz.

In der Medienmitteilung heisst es, ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zum rauchfreien Spital 2020 sei erreicht. Heisst das, dass es in fünf Jahren auch keine Raucherpavillons mehr gibt? Andrea Rüegg will das nicht bestätigen. Im KSA sei man schon einmal zufrieden, wenn die jetzige Regelung allgemein akzeptiert werde.