Suhr
Der Mühleweg ist bald auch ein Platz

Der Mühleweg muss ausgebaut und saniert werden. Vor der TBS-Liegenschaft soll der Weg sogar platzähnlich gestaltet werden. Über den Ausführungskredit entscheiden die Suhrer an der Sommergmeind.

Katja Schlegel
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Das Raster soll den Mühleweg als Platz signalisieren.zvg

Das Raster soll den Mühleweg als Platz signalisieren.zvg

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Der Mühleweg ist längst mehr als ein blosser Weg: Er ist Schulweg, hat eine Bushaltestelle und auch wer beim Bauamt sein Altglas entsorgen will, fährt hier durch. Ganz zu schweigen von den Anwohnern, deren Zahl immer weiter zunimmt und mit der anstehenden Überbauung des ehemaligen Huggler-Areals, der «Parkresidenz Mühle», weiter steigen wird.

Um allen Anforderungen gerecht zu werden, hat der Gemeinderat eine Gesamtstudie zu Sanierung und Ausbau des Mühlewegs erarbeiten lassen, wie er im Dorfheft «Suhr Plus» mitteilt.

Die erste Etappe, der Ausbau des Mühlewegs vom Mattenweg bis zum Areal des Gestaltungsplans «Parkresidenz Mühle», muss noch dieses Jahr ausgeführt werden, damit die Gemeinde ihrer Erschliessungspflicht nachkommen kann. Das entsprechende Baugesuch für eine Wohnstrasse mit Tempo 20 und keinen separaten Trottoirs ist bereits aufgelegen und bewilligt.

Bushaltestelle wird aufgehoben

Die zweite Etappe umfasst die Neugestaltung des Abschnittes auf Höhe der TBS-Liegenschaft: Die Zone soll mit einem gitterartigen Raster auf dem Boden als Platz signalisiert werden. Dazu werden Streifen in den Belag eingelassen.

Dieses Raster soll laut Gemeindepräsident Beat Rüetschi allen Verkehrsteilnehmern ein «partnerschaftliches Verhalten» anzeigen: «Das Raster signalisiert den Verkehrsteilnehmern, dass sie sich auf einem Platz bewegen. Die Funktion als Strasse mit Tempo 30 aber bleibt.» Er betont explizit, dass es sich dabei nicht um eine Begegnungszone handeln wird.

Aufgehoben wird am Mühleweg die Bushaltestelle der Linie 4; sie wird mit der Haltestelle der Linie 6 auf der Tramstrasse (neuer Standort zwischen Gemeindeverwaltung und Blumen Racheter) zusammengelegt. Die Parkplätze vor dem TBS-Gebäude bleiben bestehen.

Auf der Höhe des Bezirksschulhauses wird das heutige «Aargauer Trottoir», die gelb schraffierte Zone, durch ein richtiges Trottoir ersetzt. Ausserdem werden entlang des Mühleweges Bäume gepflanzt. Insgesamt soll so die Sicherheit der Fussgänger verbessert werden.

Die Arbeiten der zweiten Etappe sollen möglichst zeitgleich mit den Arbeiten an der Tramstrasse in den Jahren 2016 bis 2018 realisiert werden. Laut Gemeindepräsident Rüetschi belaufen sich die Kosten nach ersten Schätzungen auf rund eine halbe Million Franken. Über den Ausführungskredit soll an der Sommergmeind entschieden werden.