Wöschnau
Der Mühlerain-Abzweiger muss entschärft werden

In der Angelegenheit Pförtneranlage begutachtete der Oberrichter die Verkehrssituation vor Ort. Nach zahlreichen Einsprachen wird eine nun ganz genau untersucht - es werden sicherheitstechnische Mängel geltend gemacht.

Beat Wyttenbach
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In Sachen Pförtneranlage in der Wöschnau ist Geduld gefragt. BKO

In Sachen Pförtneranlage in der Wöschnau ist Geduld gefragt. BKO

Im August/September 2006 hatte das Kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) die Pläne für eine Pförtneranlage in der Wöschnau samt Busspur vorgelegt. Vorgesehen ist die leichte Versetzung der heutigen Fahrbahn nordwärts auf einer Strecke von rund 350 Metern mit dem Einbau einer Busspur von 3,5 Meter Breite, zwei Fahrbahnen von je 3,3 Metern Breite sowie als Abschluss nordwärts ein kombinierter Fahr- und Fussweg von mindestens 2,5 Metern Breite.

Diverse Einsprachen

Seither sind diverse Einsprachen eingereicht worden. Die meisten konnten inzwischen bereinigt werden– bis auf eine. Urs Bruttel, der am Abzweiger von der Aarauerstrasse in den Mühlerain ein Dienstleistungsunternehmen betreibt, hatte in seiner Einsprache unter anderem sicherheitstechnische Mängel geltend gemacht. So komme die Pförtneranlage viel zu nah am Abzweiger in den Mühlerain zu stehen – rund 30 Meter westlich davon. «Ich habe schon viele schwere Unfälle gesehen, sowohl vom Mühlerain-Abzweiger aus als auch von der vis-à-vis gelegenen Ausfahrt aus dem Gewerbezentrum Wöschnau», erklärte Bruttel nach dem Augenschein des Verwaltungsgerichts von gestern Montagnachmittag.

Wenn nun jemand von Aarau her in den Mühlerain einbiegen oder vom Gewerbezentrum Richtung Aarau abbiegen wolle, habe dieser keine Chance, den Bus zu sehen, wenn beispielsweise ein Lastwagen zuvorderst in der Kolonne vor der Anlage stehen würde, befürchtet der Einsprecher, der auch steigendes Lärmaufkommen und fehlende Lärmschutzmassnahmen beanstandet.

Keine idealen Sichtverhältnisse

Oberrichter Beat Stöckli, der den Augenschein leitete, nahm nicht nur die ganze Strecke genauestens in Augenschein, sondern nahm auch einen Selbstversuch vor, indem er versuchte, vom Mühlerain aus in die Aarauerstrasse abzubiegen. «Ideal ist das nicht», beurteilte er spontan die Sichtverhältnisse in Richtung Schönenwerd. Auch die Sichtverhältnisse bei der Ausfahrt aus dem Gewerbezentrum vermochten ihn offensichtlich nicht zu überzeugen.

Dies hatte zur Folge, dass er sowohl Peter Portmann, Leiter Langsamverkehr beim AVT, als auch Markus Kissling von der Abteilung Tiefbau des Kantons Aargau – beide waren ebenfalls anwesend – beauftragte, Massnahmen auszuarbeiten, wie die Mängel behoben werden könnten. Eine Rückversetzung der Pförtneranlage westwärts bis hinter die Stützmauer der Liegenschaft von Urs Bruttel wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls andiskutiert.

Wie Gerichtsschreiber Thomas Schaad dazu bemerkte, seien neue Erkenntnisse nicht vor Ende dieses Monats zu erwarten. Fortsetzung folgt also.

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