Gränichen

Der modernste Werkhof der Region wird eingeweiht

In Gränichen wurde der neue 11,2-Millionen-Werkhof im Moortal eingeweiht – samt E-Ladestation und eigener Treibstofftankstelle. In der Gemeinde fand er stets Zustimmung.

Er könnte auf den ersten Blick etwas überdimensioniert erscheinen, der neue Gränicher Werkhof. Die neue Heimat von Feuerwehr, Bauamt, Technischen Betrieben (TBG) und Zivildienst Aargau Süd ist aber ausgerichtet auf die nächsten 50 Jahre. Und in der Boomgemeinde Gränichen, deren Bevölkerung im September auf 8128 Personen anstieg, könnte die grosszügige Anlage durchaus Sinn machen.

Der 11,2 Mio. Franken teure Neubau erhielt in der Gemeinde jedenfalls stets Zustimmung: An der Gemeindeversammlung 2017 stimmten nur drei Personen dagegen. «Ich bin heute noch erstaunt, dass das damals so ring gegangen ist», sagte Vizeammann Hans Peter Lüem diese Woche bei der offiziellen Einweihung.

Gebäude gilt als besonders Nachhaltig

Speziell am neuen Bau dürfte unter anderem die gedeckte Dieseltankstelle sein. Laut den Unterlagen zum Budget 2021 wird diese offenbar besser genutzt als erwartet, etwa vom Forstbetrieb oder dem Kieswerk. Der Umsatz steige mit der neuen Anlage um 130'000 Franken an. Vor dem Haupteingang steht auch eine Ladestation für Elektroautos. Auf dem Dach haben die TBG eine Fotovoltaikanlage mit 344 Solarpanels bauen lassen. Die Holzschnitzelheizung wird vom Forstbetrieb nebenan beliefert. Das Gebäude gilt als besonders nachhaltig mit Beton aus dem nahen Kieswerk und Holz aus dem Gränicher Wald.

Die Gränicher Ortsbürger gaben das Land für den Werkhof im Baurecht für 100 Jahre unentgeltlich ab. Unerwartete Altlasten und der schlechte, lehmige Baugrund verteuerten das Bauvorhaben um 310'000 Franken.

Symbolische Schlüssel aus Brot von der lokalen Bäckerei 

In den oberen Etagen befinden sich nebst den Büros der TBG auch ein grosser Schulungs- und Mehrzweckraum mit kleiner Küche sowie eine Wohnung für das Hauswartehepaar. Als Kunst am Bau stehen am Eingang drei bemalte Holzfiguren vom Urner Künstler Peter Bissig. Dort übergab Hans Peter Lüem die symbolischen Schlüssel aus Brotzopf an Vertreter und Leiter von Bauamt, Feuerwehr, TBG und Zivilschutz.

Im alten Werkhof aus dem Jahr 1972 ist derzeit die Jugendarbeit provisorisch einquartiert. Damit dort wie geplant ein Gewerbepark errichtet werden kann, muss zuerst umgezont werden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1