Aarauer Aeschbach-Quartier

Der Mann, der die «Aeschbachhalle6» erfand

Der Thuner Designer und Unternehmer Uli Biesenkamp (76)

Der Thuner Designer und Unternehmer Uli Biesenkamp hat grosse Pläne. Er steckt viel Energie in den Aufbau von Coworking Spaces.

Wenn Sie heute am Eröffnungsfest (ab 10 Uhr) in Aarau durch das Aeschbach-Quartier laufen, werden Sie möglicherweise einen grossen, dunkel gekleideten Mann antreffen. Er sieht nichtmehr ganz jung aus, aber seine 76 Jahre gibt man ihm bei weitem nicht. Wer mit dem Thuner spricht, hört vor allem Berneroberländer Dialekt und kaum Hochdeutsch – obwohl der Mann in Essen aufgewachsen ist. Also in der Nachkriegszeit im Ruhrpott. Mehr als eine Mechanikerlehre mit Zusatzausbildung zum technischen Zeichner lag nicht drin. Darum arbeitete er nach seiner Immigration in die Schweiz auch zuerst als Schlosser.

Heute ist Uli Biesenkamp erfolgreicher Designer, ehrgeiziger Unternehmer. In seiner «daskonzept»-Gruppe arbeiten fast 50 Personen. Die letzten 15 kamen eben in der Aeschbach-Halle, genannt «Aeschbachhalle6» in Anlehnung an das Thuner 1:1-Vorbild «Konzepthalle6», dazu. In der Eigenwahrnehmung ist die Aeschbachhalle6 ein «Labor für neue Arbeit, eine Kommunikations- und Networking-Maschine». Viele Aarauer werden die Halle vor allem als Eventkomplex sehen. Allerdings mit Preisschildern an den Stühlen – schliesslich will der Designer auch verkaufen. Besonders viel Energie steckt Uli Biesenkamp in den Aufbau des Coworking-Angebots. Seine Gruppe hat heute Stationen zwischen Zürich und Lausanne (seit Donnerstag auch in Aarau). Sieben weitere Coworking Spaces sind in Planung.

Christoph Caviezel, der eben abgetretene Chef der Investorin Mobimo, sagt: «Es ist ein Glücksfall, dass wir Vater und Sohn Biesenkamp haben.» Der Papa hat grosse Ziele: Neuerdings will er in der «Aeschbachhalle6» nicht mehr nur über 80'000 Besucher jährlich, sondern 100'000. (uhg)

Die Bilder zur Eröffnung des Aeschbachquartiers:

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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