Aarau/Baden

Wirtepaar zweier Aargauer Trendlokale sammelt nun als erstes Geld bei seinen Gästen

Tobias Krummenacher und Désirée Sibold kämpfen für ihre Restaurants.

Tobias Krummenacher und Désirée Sibold kämpfen für ihre Restaurants.

Die Gastronomie leidet unter dem Corona-Lockdown. Kurzarbeit zu beantragen hilft zwar vielen aber gerade jungen Betrieben ist damit nicht genügend geholfen. So haben die Besitzer vom Aarauer Trendlokal «Lockentopf» und dem Badener «Dory&Du» ein Crowdfunding gestartet.

«Wieso konnte Corona nicht einfach nur ein Bier sein?» heisst die Überschrift des Crowdfundings, das Tobias Krummenacher lanciert hat. Mit seiner Partnerin Désirée Sibold führt er seit zwei Jahren den «Lockentopf» in Aarau. Ende letzten Jahres kam das «Dory&Du» in Baden hinzu.

Die Krise hat die Betreiber der beiden Trendlokale voll erwischt. «Wir haben einen Übergangskredit beantragt. Für ein etabliertes Unternehmen würden diese Mittel ziemlich sicher ausreichen», sagt Krummenacher. «Weil wir jedoch in zwei Jahren zwei Restaurants aus dem Nichts erschaffen haben, sind noch grössere Handwerkerrechnungen offen.» Aus dem operativen Geschäft hätten sie diese gut bezahlen können. Doch das gehe jetzt nicht mehr.

Bilder vom jungen «Dory&Du» in Baden:

Auf der Suche nach Liquidität hatten die Gastronomen eine Idee: «Wir verkaufen Wertgutscheine, deren Gegenwert wir als Zeichen der Dankbarkeit um mindestens 10 Prozent erhöht haben.» Doch viele Gäste hätten keine Gegenleistung gewollt. «Uns wurde empfohlen, ein Crowdfunding zu lancieren.» Ziel ist es, 50'000 Franken zu sammeln.

Warum richten sie keine Take-aways oder einen Lieferservice ein? «Weil wir bei der Qualität keine Abstriche machen wollen, wären die Investitionen für die Lieferungen schlicht zu hoch gewesen», so Krummenacher. (asu)

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