Die SRF-Erfolgsserie «Bestatter» war nicht nur für Aarau ein Glücksfall, sondern für den ganzen Kanton. Sieben Staffeln mit je sechs Folgen zur allerbesten Sendezeit – so gute Werbung ist eigentlich unbezahlbar. Finanziell beteiligt war der Kanton Aargau am «Bestatter» trotzdem – um ihn aargauischer zu machen: «In der ersten ‹Bestatter›-Staffel wurde aus Budgetgründen an sehr vielen Schauplätzen ausserhalb des Kantons gedreht», sagt Regierungssprecher Peter Buri.

«Mit der finanziellen Unterstützung aus dem Swisslos-Fonds konnte der Aargau-Anteil deutlich erhöht werden, was sowohl für den Kanton als auch für die Kantonshauptstadt spürbare positive Imageeffekte zeigte.» Ein Effekt und eine Präsenz, die auf andere Weise nicht hätten erzielt werden können, so Buri. Insbesondere, seit der «Bestatter» (seit 2015) auch international zu sehen ist; in Deutschland, Kanada, den USA, Japan. Auch die Online-TV-Plattform Netflix verbreitet den «Bestatter».

Das war die Vorpremiere der siebten Staffel von "Der Bestatter" in Aarau:

Insgesamt hat sich der Kanton bei den Staffeln 2 bis 7 mit 510 000 Franken am «Bestatter» beteiligt (je 105 000 Franken für die Staffeln 6 und 7, je 90 000 Franken für die Staffeln 3, 4 und 5, 30 000 Franken für die 2. Staffel). «Rund zwei Drittel des Betrages erhielt jeweils das SRF beziehungsweise die Produktionsfirma für die Suche und Anmietung von Drehlokalitäten sowie die Finanzierung von Drehtagen im Kanton Aargau», so Regierungssprecher Buri. Das verbleibende Drittel setzte Aargau Tourismus ein, um die Marketingaktivitäten rund um den «Bestatter» mitzufinanzieren; wichtigster Punkt war dabei laut Buri die Organisation und Durchführung der Vorpremiere in Aarau. Für die Staffeln 6 und 7 wurden die Beträge laut Buri erhöht, weil im Zusammenhang mit der Hauptdrehlokalität, dem Bestattungsinstitut in Untersiggenthal, Mehrkosten entstanden.

Mindestens so wichtig wie der finanzielle Beitrag sei jedoch die organisatorische Unterstützung der Produktion durch den Kanton Aargau (Staatskanzlei, Kantonspolizei, Museum Aargau, Kunsthaus usw.) und die Stadt Aarau (insbesondere Marcel Suter) gewesen, so Buri. «Wir haben jedes Jahr mehr als ein Dutzend Anfragen der Produktionsfirma bearbeitet, wenn es unter anderem um Drehorte, Bewilligungen, Requisiten ging.» (ksc)