Handball

Der Handball-Hochburg Suhr Aarau droht heute Abend der Einsturz

In der Hochburg gross geworden: Patrick Romann wurde geboren, als Suhr in die NLA aufstieg.

In der Hochburg gross geworden: Patrick Romann wurde geboren, als Suhr in die NLA aufstieg.

Für die Handballer des HSC Suhr Aarau geht es heute Abend im Spiel gegen Lakers Stäfa um Alles. Im Falle einer Niederlage könnten die Aarauer Handballer bereits heute absteigen - nach fast 20 Jahren in der höchsten Spielklasse.

Patrick Romann wurde geboren, als der TV Suhr aufstieg. 1993 erblickte der jüngste Spieler des HSC das Licht der Welt. In der Saison 1993/94 stieg der TV Suhr in die NLA auf. Seitdem gehören die Aargauer Handballer zum festen Inventar der höchsten Spielklasse. 1999 und 2000 wurde der TV Suhr Schweizer Meister. 2008 schlossen sich der TV Suhr und der BTV Aarau zum HSC Suhr Aarau zusammen.

Zwei Jahrzehnte war Suhr das Flaggschiff der Handball-Hochburg Aargau. Nun droht dieser Hochburg, in der Patrick Romann gross geworden ist, der Einsturz. Sollte Suhr Aarau heute gegen Lakers Stäfa verlieren und Fortitudo Gossau gleichzeitig gegen den RTV Basel gewinnen, ist der direkte Abstieg besiegelt. Es wäre – gemeinsam mit dem Schlusslicht TV Endingen – gar ein Aargauer Doppelabstieg. «Solange eine kleine Chance auf den Ligaerhalt besteht, werden wir alles daran setzen, diesen zu realisieren», gibt sich Rückraumspieler Romann kämpferisch.

Vom hohen Stellenwert profitiert

Die Stationen in der Karriere des 18-Jährigen lauten Zurzach, Endingen und Suhr Aarau. «Ich habe während meiner Handball-Ausbildung viel vom hohen Stellenwert dieses Sports im Kanton Aargau profitieren können», sagt der Schüler der Sportkanti Aarau und fügt entschlossen an: «Der HSC Suhr Aarau gehört einfach in die höchste Liga. Der Aargau muss eine Hochburg bleiben.»

Romann kann sich noch gut erinnern, wie er als kleiner Junge zu den Handballstars hochgeschaut hat. Mit 13 Jahren sah er erstmals ein Spiel in der Schachenhalle. «Von da an habe ich gewusst: Da will ich auch einmal hin», sagt der Zurzacher. Heute ist er selbst einer dieser Spieler, zu denen die Kleinen aufschauen. Auch im Falle eines Abstiegs will Romann dem HSC Suhr Aarau die Treue halten. Kürzlich hat er seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Noch hofft er, dass er diesen in er NLA erfüllen wird. Klar ist aber: Auf das Team warten in den letzten vier Begegnungen der NLA-Abstiegsrunde lauter Endspiele.

Wie viele Endspiele werden es?

Je vier Partien haben die sechs Teams der Abstiegsrunde noch zu bestreiten. «Wir werden uns während dem Match gegen Stäfa nur auf uns konzentrieren», sagt HSC-Coach Patrik Fend, «nach dem Spiel werden wir schnell erfahren, was auf dem anderen Platz passiert ist.» Dann werden Romann und Co. wissen, ob noch weitere Endspiele auf sie warten.

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