Suhr

Der Grundstein für die Suhrer Alterssiedlung «Lebensuhr» wurde betoniert

Mit tatkräftiger Mithilfe von Gemeinderat Marco Genoni wird der Grundstein mit einer Dokumenten-Box einbetoniert. Er wird später in die Bodenplatte der Gebäude eingelegt. Hubert Keller

Mit tatkräftiger Mithilfe von Gemeinderat Marco Genoni wird der Grundstein mit einer Dokumenten-Box einbetoniert. Er wird später in die Bodenplatte der Gebäude eingelegt. Hubert Keller

Die Genossenschaft «Lebensuhr» baut 56 Wohnungen — im Frühjahr 2016 ziehen die Bewohner ein. «Das Projekt ist für die Gemeinde zukunftsweisend», sagte Gemeinderat Marco Genoni am Dienstagabend an der Grundsteinlegung in Suhr.

Der Lift sei nicht auf Anhieb auffindbar, sagte Alex Christen an der Grundsteinlegung. Der Architekt vom Büro Fugazza Steinmann Partner AG Wettingen erfüllt damit einen Wunsch der Initianten der Alterssiedlung. Der ehemalige Arzt Walter Widmer hatte sich nämlich in der Projektgruppe energisch dafür eingesetzt, dass der Lift nicht vom gesunden Treppensteigen abhalten dürfe.

An der Grundsteinlegung am Dienstagabend waren Architekten, Planer, Unternehmer, die Vertreter der Bauherrschaft, der extra dafür gegründeten Genossenschaft «Lebensuhr», sowie Gemeinderäte, die Genossenschafter selber und jene künftigen Bewohner anwesend, die bereits eine der Eigentumswohnungen für sich gesichert haben. Gemeinsam betonierten sie eine Box mit verschiedenen Dokumenten, Plänen, Prospekten in einen Block ein, der später in der Bodenplatte der Gebäude versenkt wird.

56 Wohnungen werden realisiert

Zwischen Chilematte- und Mühlemattweg werden in den nächsten Monaten zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen realisiert. In Suhr mangelt es nämlich an alters- und behindertengerechtem Wohnraum. Um dieses Manko wettzumachen, war nach längeren Vorarbeiten Anfang November 2011 die Genossenschaft «Lebensuhr» gegründet worden. «Das Projekt ist für die Gemeinde zukunftsweisend», sagte Gemeinderat Marco Genoni an der Grundsteinlegung. «Es ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer gelebten Mehrgenerationengemeinde.»

Gemeinde gab gute Konditionen

Die Gemeindeversammlung gestand der Genossenschaft das Kaufrecht für das Areal zu guten Konditionen zu. Und als die Kaufverträge für die ersten 15 Wohnungen unterschrieben waren, gab die Bank den nötigen Baukredit frei. Das Kaufsrecht gegenüber der Gemeinde konnte nun auch ausgeübt werden. Dem Start des mutigen Projekts stand, wie Unternehmer Hans Grundmann erklärte, nichts mehr im Wege. Bereits sei auch die erste Mietvereinbarung abgeschlossen, sagte Genossenschaftspräsident René Wabo Weber gegenüber der az. Der ursprüngliche Zeitplan — die Wohnungen hätten im Frühjahr 2015 bezogen werden sollen — kann nicht eingehalten werden.

Die Alterssiedlung «Zopfmatte» umfasst zwei Gebäude mit Miet- und Eigentumswohnungen.

Die Alterssiedlung «Zopfmatte» umfasst zwei Gebäude mit Miet- und Eigentumswohnungen.

Das Gestaltungsplanverfahren verzögerte die Baueingabe. Das Baubewilligungsverfahren konnte dafür umso zügiger abgewickelt werden. «Im Frühling 2016 werden die Wohnungseigentümer und im Sommer 2016 die Mieter einziehen können», versprach Architekt Urs Siegrist.

Erschliessungsräume laden zur Begegnung ein

Die zwei Bauten erhalten vier Vollgeschosse, Attika und je ein Untergeschoss. «Es ist eine kommunikative Architektur», sagte Siegrists Kollege Alex Christen. «Die grosszügigen Erschliessungsräume laden zum Austausch und zur Begegnung ein.» Er erwähnte als Beispiel die Waschküchen, in denen man zusammensitzen und mit Nachbarn Kaffee trinken könne.

Grosser Wert wird auf die Freiflächen gelegt, einerseits zwischen und andererseits als einladendes Entree zu den Gebäuden. Im Süden grenzt das Areal an die bestehenden Grünflächen, geprägt von Wiesen, einem lichten Baumhain, Stauden und Sträuchern. «Hier», so die Architekten, «trifft man sich am Brunnen, spielt Boule oder gärtnert im Gemeinschaftsgarten.»

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