Buchs Suhr
Der Forstwerkhof Suhret wird für eine Million ausgebaut

Spatenstich mit Hacken: Der Forstwerkhof Suhret am Waldeingang von Buchs wird Hauptstandort des Forstbetriebs Suhr-Buchs-Aarau (Rohr). Das Gebäude am Autobahnzubringer wird erneuert und erweitert.

Hubert Keller
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Baustart mit Hacken statt Spaten: Peter Müller, Präsident OBG Buchs, Carmen Suter, Gemeinderätin Suhr, Urs Affolter, Gemeindeammann Buchs, Andreas Ort, Vizepräsident OBG Suhr, und Werner Lutz, Förster.

Baustart mit Hacken statt Spaten: Peter Müller, Präsident OBG Buchs, Carmen Suter, Gemeinderätin Suhr, Urs Affolter, Gemeindeammann Buchs, Andreas Ort, Vizepräsident OBG Suhr, und Werner Lutz, Förster.

Hubert Keller

Der Forstwerkhof Suhret, direkt am Waldeingang von Buchs am Autobahnzubringer T 5, dient seit 2005 zur Hauptsache noch als Lagerhalle, Garage und Holzlager. Nun wird er erweitert und für rund 1 Million Franken zum Hauptstandort des Forstbetriebs umgebaut. Der Werkhof Spittel wird aufgegeben. Dieser liege in einem modernen Gewerbegebiet, wie Carmen Suter, Gemeinderätin von Suhr, am Spatenstich erklärte. Der etwas ältere Standort Suhret sei in betrieblicher und ökonomischer Sicht optimal.

Mit dem künftigen erweiterten Werkhof ist man näher an den Bedürfnissen der Menschen, die im Wald Erholung suchen. «Personal und Maschinen könne gezielter eingesetzt werden, da Fahrzeiten und Materialtransporte zwischen den Werkhöfen wegfallen», erklärt Förster Werner Lutz.

Der bestehende Teil des Werkhofs Suhret werde gründlich saniert und modernisiert, Garderoben und sanitäre Anlagen werden eingebaut. Zukünftig wird mit einer Pelletheizung geheizt. Die Brennholzlagerhalle wird erweitert, damit der Forstbetrieb auch weiterhin die Nachfrage nach Brennholz der Einwohnerinnen und Einwohner erfüllen kann. In einem Anbau werden das Büro sowie ein Aufenthalts- und Sitzungsraum untergebracht. Die Kosten werden von den Ortsbürgergemeinden Suhr und Buchs getragen. Architekt ist Jörg Kissling. «Wenn alles gut geht», sagt Förster Lutz, «kann der neue Werkhof bereits im Frühsommer 2016 in Betrieb genommen werden.»

Politik spielte mit

Der Werkhof Suhret hat eine politische Vorgeschichte. Mit der Fusion von Aarau und Rohr im Jahr 2010 waren auch die Ortsbürgergemeinden, denen die Wälder gehören, zusammengeführt worden. Die Ortsbürgergemeinde Aarau übernahm den Bewirtschaftungsvertrag, den die Ortsbürgergemeinden Buchs, Suhr und Rohr seinerzeit geschlossen hatten. Als es jedoch darum ging, den Forstwerkhof Suhret zu erweitern, und die Forstbetriebskommission Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Region Aarau verweigerte, kündigte die Ortsbürgergemeinde Aarau den Vertrag auf Ende 2016.

Der Stadtrat sah keinen Sinn darin, dass sich die Ortsbürgergemeinde Aarau an einem Forstwerkhof in Buchs beteiligt. Ob der Rohrer Wald (rund 100 Hektaren) ab 2017 vom Forstbetrieb Region Aarau bewirtschaftet wird, ist aber noch nicht entschieden. Gemäss Stadtoberförster Christoph Fischer laufen diesbezüglich Gespräche.