Aarau
Der Coop City wird aufgehübscht – für 1,25 Millionen Franken

Gut ein Jahr lang will der Detailhändler seine Filiale in der Igelweid umbauen – das Restaurant muss warten.

Nadja Rohner
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Hier in Olten wird das neue Ladenkonzept «Bella Casa» bereits getestet. Janine Gloor

Hier in Olten wird das neue Ladenkonzept «Bella Casa» bereits getestet. Janine Gloor

Der Coop City in Aarau wird umgebaut. 1,25 Mio. Franken investiert die Coop Genossenschaft in die Erneuerung der 40 200 Quadratmeter. Das Baugesuch liegt bis 20. Februar auf. Coop plant, den Umbau von Mai 2017 bis Juli 2018 durchzuführen, mit einer Pause für den Weihnachtsverkauf zwischen November und Februar.

Beim aktuellen Projekt werden die Ladengeschosse bis ins 2. Obergeschoss, das Lager, die Büros und die Wohnungen umgebaut und teilweise ergänzt. Der Bauperimeter umfasst die Adressen Igelweid 2–10 und Hintere Vorstadt 11/17.

Erstes Baugesuch sistiert

Schon im Jahr 2011 wurden Studien für den Gesamtumbau durchgeführt. Weil sich «sowohl interne als auch externe Rahmenbedingungen geändert haben und neu beurteilt werden mussten», so heisst es im Baugesuch, «verzögerte sich das Umbauverfahren.»

Mittlerweile sei geklärt, dass das neue Ladenbaukonzept «Bella Casa» umgesetzt werde, die Heizenergie neu von der IBA bezogen werde und das Restaurant im dritten Obergeschoss separat (voraussichtlich 2021/2022) umgebaut werde. Das Restaurant ist denn auch nicht vom Baugesuch betroffen.

Ein erstes Baugesuch im November 2014 habe auch das Restaurant miteinbezogen, da aber «nachbarrechtliche Interessen tangiert werden», so das Baugesuch, habe man das Gesuch sistiert. Zuerst sei eine Richtplanänderung nötig.

Umgebaut wird vor allem das Erdgeschoss. Hier soll das Food-Angebot vergrössert werden, es ist von «Layoutoptimierungen im Foodbereich» die Rede. Die Non-Food-Geschosse 1. und 2. Obergeschoss werden nach dem neuen Ladenkonzept «Bella Casa» gestaltet. «Wir testen es aktuell in einigen Warenhäusern, wie zum Beispiel in Olten, Zürich oder Fribourg», sagt die Coop-Mediensprecherin.

Boden, Decken und Möblierung sollen komplett erneuert werden. Der Kundendienst liegt künftig im 1. Obergeschoss. Neu gemacht werden auch Lüftung, Sprinkler, Elektronik, Notstromversorgung. Die bestehenden Öl- und Gasheizungen werden ausgebaut, das Gebäude ans Fernheiznetz der IBAarau angeschlossen. Es werden zwei zusätzliche Wohnungen eingebaut.

Warten auf Lift bis ins Restaurant

Der bestehende Haupteingang muss verschoben werden, weil für die Erdbebensicherheit an verschiedenen Stellen Betonwandscheiben bis ins unterste Geschoss eingebaut werden müssen. Es gibt einen Ersatz für die 40-jährigen Lifte. Der Kundenlift wird verlängert und führt bald bis ins Restaurant im 3. Obergeschoss – allerdings wird dies erst im Rahmen des Restaurant-Umbaus erledigt.

Der Coop City soll während des gesamten Umbaus offen bleiben, die Umbauten finden also «unter Betrieb» statt. «Das setzt eine hohe Bereitschaft aller Beteiligten voraus, die Vorgaben der Planung und der logistischen Randbedingungen zu kennen, zu akzeptieren und umzusetzen», so die Formulierung im Baugesuch. Dem Gesuch ist weiter zu entnehmen, dass auch die Fassaden der Gebäude erneuert werden.

Der Warenumschlag werde während der Bauzeit «unter Inanspruchnahme von öffentlichem Grund» in der Igelweid erfolgen. Dazu ist ebenfalls eine Bewilligung notwendig. Mit dem Gesuch wartet Coop aber noch zu, bis die Baubewilligung erteilt ist.

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