Dreharbeiten
Der «Bestatter» legt in Auenstein eine Nachtschicht ein

Für Dreharbeiten der beliebten SRF-Krimiserie «Der Bestatter» war die Crew in Auenstein: Gedreht wurde bis tief in die Nacht - im Elternhaus der Hauptkommissarin Anna-Maria Giovanoli. Und Luc Conrad wandelte auf den Spuren der Vergangenheit.

Janine Gloor
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Im Haus dauert der Dreh bis 4 Uhr morgens.
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Das Haus in Auenstein - SRF wollte anfangs nicht bekannt geben, wo es steht.
In diesem Haus wird ab Juni für die neue Staffel «Der Bestatter» gedreht – es ist das Haus der Mutter von Kommissarin Anna-Maria Giovanoli.
Dreh in Auenstein für «Der Bestatter»

Im Haus dauert der Dreh bis 4 Uhr morgens.

Janine Gloor

Vor einem Einfamilienhaus in Auenstein steht ein schwarzer Leichenwagen, die Heckklappe ist geöffnet. Die Stimmung ist jedoch nicht gedrückt, sondern aufgeregt. Der schwarze Mercedes gehört dem Bestatter Luc Conrad, Hauptfigur der gleichnamigen Fernsehserie. Für eine Nacht wird das Quartier zum Filmset, ein grosser Scheinwerfer auf einem Kran erhellt die Strasse, die Zufahrt bleibt Unbeteiligten verwehrt.

Solange es noch hell ist, wird die Aussenszene gedreht. Schauspielerin Barbara Terpoorten mimt die Hauptkommissarin Anna-Maria Giovanoli, die versucht, ihren grünen Mini mit abgeschnittenen Zweigen zu füllen. Diese wollen nicht in den Kleinwagen passen, weshalb die Polizistin kurzerhand den Leichenwagen zum Grüngutfahrzeug umfunktioniert. Die Szene wird mehrmals wiederholt, wobei die Zweige immer wieder aus dem Leichenwagen entfernt und neben den Mini getragen werden müssen. Terpoortens Arme werden ob so viel Gartenarbeit in Mitleidenschaft gezogen und müssen von der Maskenbildnerin mit Fenistil behandelt werden.

Bevor eine Szene gedreht wird, finden Sprechproben mit und ohne Kamera statt. Erst kurz vor dem Dreh einer Szene wird der Text mit dem letzten Feinschliff versehen. Während der Proben versuchen die Schauspieler, die Zeilen aus dem Drehbuch so natürlich wie möglich umzusetzen. Das tönt bei jeder Wiederholung wieder ein bisschen anders, Tonfall und Wortwahl müssen angepasst werden, bis Regisseur und Schauspieler zufrieden sind.

Die Crew hat eine lange Nacht vor sich, es wird bis um vier Uhr morgens gedreht. Nach der Aussenszene geht es im Haus weiter. Auch hier wird nichts dem Zufall überlassen. Luc Conrad und Anna-Maria Giovanoli sitzen im Wohnzimmer auf dem Teppich und schauen alte Fotos an. Der ganze Fussboden ist übersät mit Bildern und Zeitungsartikeln.

Was aussieht wie zufällig verteilt, wurde sorgfältig drapiert und an den richtigen Ort gelegt. Das Haus ist Giovanolis Elternhaus. Auch die authentische, in die Jahre gekommene Einrichtung ist das Werk der Filmcrew, von der braun gemusterten Tapete bis zur Eulensammlung auf der Kommode.

Mehrmals werden die Szenen wiederholt und kritisch begutachtet
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Schauspieler Mike Müller wird instruiert
Ein Teil des Filmteams für die vierte Staffel der SRF-Krimiserie
Die Dreharbeiten für den Bestatter finden unter anderem im Freienwiler Wald statt
Mike Müller bei einer Drehpause.
«Bestatter»-Dreh im Wald von «Morgenthal»

Mehrmals werden die Szenen wiederholt und kritisch begutachtet

Alex Spichale

«Der Bestatter» dreht im Gasthof Weissen Wind (Freienwil)

«Der Bestatter» dreht im Gasthof Weissen Wind
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«Der Bestatter» dreht im Gasthof Weissen Wind

Tim Honegger

«Bestatter»-Dreh im Wald von «Morgenthal» (Freienwil)

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