Es wird wieder gemordet und gemeuchelt – und das ist für einmal eine gute Nachricht. Allerdings nur, weil sich das Ganze lediglich im Fernseher abspielt und Luc Conrad alias Mike Müller ermittelt. Der «Bestatter» kehrt morgen Abend in die Schweizer Stuben zurück, und mit ihm auch die Stadt Aarau als Filmkulisse.

Es ist bereits die vierte Staffel der Serie, die SRF als «einmalige Erfolgsgeschichte» bezeichnet. 58 Minuten dauert die erste der insgesamt sechs neuen Folgen.

Quelle: SRF

Bestatter Trailer 4. Staffel 2016

Sie alle spielen in und um Aarau. Besonders im Fokus ist aber das fiktive «Morgenthal», das Heimatdorf von Kommissarin Anna-Maria Giovanoli. Als Vorlage und Kulisse diente Freienwil im Bezirk Baden. Ob das kleine Dorf ebenso vom «Bestatter»-Boom profitieren wird wie Aarau?

«Der Bestatter» in Freienwil – äh, Morgenthal

«Der Bestatter» in Freienwil – äh, Morgenthal

Mike Müller alias Luc Conrad ermittelt bald als Bestatter in der Phantasie-Gemeinde Morgenthal. Die Freienwiler haben mehr als nur ihre Dorfkulisse zur Verfügung gestellt.

«Bestatter»-Tourismus in Aarau

Dort lässt sich mittlerweile ein «Bestatter»-Tourismus feststellen, den man zu nutzen weiss. «Aarau info», die Tourismusorganisation der Kantonshauptstadt, bietet neben den üblichen Stadtführungen eine Themenführung zum «Bestatter» an. Und diese werden immer beliebter: «Wir verzeichnen eine sehr grosse Nachfrage», sagt Corinne Gubler von «aarau info».

Mike Müller verrät, warum der Bestatter in Aarau und nicht in Lenzburg oder Olten spielt.

Mike Müller verrät, warum der Bestatter in Aarau und nicht in Lenzburg oder Olten spielt.

Während 2014 noch 38 private Führungen gebucht wurden – zum Beispiel für Betriebsausflüge oder Geburtstagsgesellschaften – waren es 2015 bereits deren 53. Die acht öffentlichen Führungen waren so gut besetzt, dass teilweise mehr als eine Gruppe gebildet werden musste. Sobald die letzte Folge der neuen Staffel über die Bildschirme geflimmert ist, werden die Führungen wieder angeboten – ergänzt mit den neuen Schauplätzen. Die Drehorte der früheren Folgen werden beibehalten. Auf besonders grosses Interesse stösst laut Gubler jeweils das Krematorium beim Rosengarten. Es sei ein Ort, wo sonst kaum jemand freiwillig hingehe. «Obwohl wir mit den Führungen nur vor das Krematorium, aber nicht hinein gehen können, beobachten wir immer wieder, dass sich bei den Teilnehmern eine gewisse Schwellenangst legt», sagt sie.

«Bestatter»-Vorpremiere in Aarau: Barbara Terpoorten alias Anna-Maria Giovanoli im Interview

«Bestatter»-Vorpremiere in Aarau: Barbara Terpoorten alias Anna-Maria Giovanoli im Interview

90 000 Franken flossen aus dem Swisslos-Fonds in die neue Staffel, die von Juni bis September 2014 gedreht wurde. Als Gegenleistung muss «Der Bestatter» an authentischen Orten im Aargau gedreht werden. Und das ist in der aktuellen Staffel durchaus der Fall. Im «Bestatter» steckt viel Aargau, nicht nur landschaftlich.

«Bestatter»-Vorpremiere in Aarau: Suly Röthlisberger alias Erika Bürgisser im Interview

«Bestatter»-Vorpremiere in Aarau: Suly Röthlisberger alias Erika Bürgisser im Interview

Stadtpräsidentin als Statistin

Schauspielerin Suly Röthlisberger, die in der Serie Bestattungsinstituts-Mitarbeiterin Erika Bürgisser spielt, lebt in Baden. Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech ist Statistin, ebenso der Freienwiler Gemeindeammann Robert Müller und viele weitere Aargauerinnen und Aargauer. Sie alle werden auch in anderen Ländern zu sehen sein.

Das Schweizer Fernsehen hat die TV-Serie zum Beispiel nach Deutschland verkauft. Und in die USA – dort flimmert sie unter dem Namen «The Undertaker» über die Bildschirme. In französischsprachigen Teil Kanadas heisst die Serie «Le Croque-Mort», ebenso in der Romandie.

Zum Nachschauen: Die letzte Folge der dritten «Bestatter»-Staffel – «Asche zu Asche»