Aarau
«Der Bestatter» führt seine Fans im Trauerzug durch die Stadt

Mike Müller alias «Der Bestatter» marschierte am Mittwochabend anlässlich der Vorpremiere zur fünften Staffel der Erfolgsserie mit 300 Personen durch Aaraus Gassen.

Urs Helbling
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Vorpremiere zur fünften Staffel von «Der Bestatter»
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Schauspielerin Barbara Terpoorten (l.) und Stadtpräsidentin Jolanda Urech an der Premieren-Feier im Kunsthaus Aarau
Ömers Fahne musste weg Das Schweizerkreuz störte die «Bestatter»-Crew. Bei den Dreharbeiten, die am 10. Juli in Aarau stattfanden, wurde die Fahne, ein Markenzeichen von Ömers Imbiss, im letzten Moment abgehängt.
Mike Müller, Lorenz Barazetti, und Rolf Portmann (v.l.).
Mike Müller führte nach der Vorpremiere den fröhlichen Trauerzug durch die Stadt Aarau an.
Susanne Hochuli, Jolanda Urech, Mike Müller und Madeleine Schuppli (v.l) freuen sich über den «Bestatter», in dem Aargauer Institutionen prominent vorkommen.

Vorpremiere zur fünften Staffel von «Der Bestatter»

Eine Demo? Nein, ein Spektakel aus einem freudigen Anlass – mit einem Leichenwagen an der Spitze. Das SRF zeigte am Mittwochabend an einer Vorpremiere in Aarau die Folge 1 («Kinderbegräbnis») der fünften «Bestatter»-Staffel. Der grosse Zampano war dabei Mike Müller (53). Anfänglich auf der Leinwand – die Premiere fand erstmals in einem Kino (dem «Ideal» von Rolf Portmann) statt, dann in den Altstadtgassen – als Leithammel des «Bestatter»-Zuges. Und schliesslich im Kunsthaus – als Moderator der Premieren-Party.

Politikerin mit Bestatter-Erlebnis

Susanne Hochuli (51), die Frau Landammann, verriet Mike Müller, dass es in ihrer Familie einen richtigen Bestatter gibt: ihren Bruder Beni. Und die Regierungsrätin war schon einmal bei einem Ernstfalleinsatz dabei – als der Bruder während eines gemeinsamen Fondues zu einem Verstorbenen gerufen wurde.

In der neuen Staffel zum zweiten Mal als Statistin zu sehen ist Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech (63): Sie liest in der der Kunsthaus-Bibliothek (im optischen Hintergrund) ein Buch. Kunsthaus-Direktorin Madeleine Schuppli (51) sagte, dass im Film nicht das Albert-Anker-Gemälde «Kinderbegräbnis» sondern eine übergrosse Kopie zu sehen ist. Aus Versicherungsgründen.

Barbara Terpoorten (41, Kommissarin Giovanoli) erzählte, sie habe vor dem «Bestatter» den Aargau nur schlecht gekannt. Und jetzt? «Es ist erstaunlich, wie schön der Kanton ist.»

Mit einer Andeutung sorgte Mike Müller für Gesprächsstoff: Er habe gehört, Ömer lasse sich pensionieren. Ömer ist der Aarauer Kult-Imbissbetreiber. Er kommt in jeder «Bestatter»-Staffel vor. So ist er auch in der 1. Folge (wird am 3. Januar ausgestrahlt,) zu sehen. Der 81-Jährige hatte an der Premieren-Feier einen grossen Auftritt: Sein Wagen stand erstmals vor dem Kunsthaus. Und Ömer hinter dem Grill – ohne zu den den Pensionierungs-Gerüchten auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen.

Für Urs Fitze, Chef Fikton beim SRF, ist die neue Staffel die bisher Spannendste. Viele Premierenbesucher schlossen sich diesem Urteil an.