Die Gestaltung und Überbauung des Bärenplatzes ist in Buchs ein Dauerthema. Es sorgte auch an der Einwohnerratssitzung vom Montag für Diskussionen.

Mit einer Motion wollte die SP den Gemeinderat nämlich dazu verpflichten, den grosszügigen Platz, zwischen Hauptstrasse und Gemeindesaal zentral gelegen, mit relativ einfachen Mitteln zu «einem attraktiven Begegnungsplatz für die verschiedenen Bevölkerungsschichten» umzugestalten.

Die Motion, dies vorweg, hatte keine Chance und wurde mit 28 gegen 8 Stimmen deutlich abgewiesen. Hans Hartmann (SVP) hatte die SP noch aufgefordert, die Motion in ein weniger verbindliches Postulat umzuwandeln.

Gemeinderat sieht Handlungsbedarf

Doch darauf wollte man sich auf der linken Seite nicht einlassen. Jost Köchli (SP): «Vier Jahre ist in Sachen Bärenplatz nichts gegangen, warum soll es nun plötzlich vorwärtsgehen.»

Dass Handlungsbedarf besteht, bestritt auch Gemeinderat Urs Affolter nicht. Bereits nach dem Abbruch des «Löwen» noch in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts war man sich einig, dass an der Hauptstrasse ein Neubau und zwischen diesem und dem Gemeindesaal ein öffentlicher Platz realisiert werden sollten.

Wie wieder am kommenden Wochenende fand damals auf dem Platz eine Gewerbeausstellung statt mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die wüste Grube aufgefüllt und planiert wurde. Danach wurden am Platz nur noch kosmetische Veränderungen vorgenommen.

2005 wurden mit einem Entwicklungskonzept Möglichkeiten und Chancen abgeklärt. 2008 gewannen Architekten aus Wien den Wettbewerb für die Neugestaltung des Platzes, Pläne, die in der Bevölkerung sehr umstritten waren. Man war sich aber einig, dass der Platz gegenüber der stark frequentierten Hauptstrasse mit einem Kopfbau abgeschlossen werden sollte.

Kanton stellt sich gegen Erschliessung

Anfang Dezember 2008 bewilligte der Einwohnerrat einen Kredit für ein Investorendossier. Das Dossier wurde denn auch erstellt, doch mit den Investoren haperte es.

Das Architekturbüro Suter + Partner Bern, welches das Projekt für die Wiener Architekten betreut, konnte schliesslich mit Losinger Marazzi AG einen Generalunternehmer als Interessenten gewinnen, mit dem gegenwärtig verhandelt wird.

Affolter machte darauf aufmerksam, dass das Grundstück vor allem bezüglich der verkehrlichen Erschliessung Probleme aufwirft. Der Kanton stellt sich gegen eine Erschliessung von der Hauptstrasse her.

Bevor also nicht ein praktikables und vom Kanton akzeptiertes Verkehrskonzept vorliegt, sind Fortschritte kaum möglich. Dennoch geht Urs Affolter davon aus, dass bis Ende 2013 klare Entscheidungsgrundlagen vorliegen.