Buchs
Der Amokschütze von Buchs geht vor Obergericht

Der so genannte „Amokschütze von Buchs" wurde vor einem Monat zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Verteidiger Urs Oswald akzeptiert das Verdikt nicht. Er zieht den Fall nun weiter vor das Aargauer Obergericht.

Merken
Drucken
Teilen

Der Amokschütze von Buchs Hans S. wird nun auch ein Fall fürs Aargauer Obergericht, wie Tele M1 berichtet. Vor einem Monat wurde der so genannte Amokschütze von Buchs zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Bezirksgericht Zurzach verurteilte ihn unter anderem wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens und wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zu mehrfachem Mord. Vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung wurde er jedoch freigesprochen. Ebenso lehnte das Gericht eine Verwahrung ab. Es ordnete aber eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme an.

Trotzdem zieht sein Verteidiger Urs Oswald den Fall nun weiter vor das Aargauer Obergericht, wie er heute gegenüber Tele M1 bestätigte. «Wir haben fristgereicht Berufung eingelegt», so Oswald. Der Verteidiger findet das Verdikt des Zurzacher Gerichts zu hart. Er hatte eine Strafe von 4 Jahren für seinen Mandanten gefordert. Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 11 Jahren sowie Verwahrung gefordert.

Der Amokschütze hatte sich am 13. November 2008 in einem Einfamilienhaus in Buchs verschanzt und mehrmals aus dem Haus auf Polizisten geschossen. Bei der anschliessenden Hausdurchsung fand die Polizei eine «Todesliste» mit 26 Namen und Folterwerkzeuge. (rsn)