Grossbrand
Der abgebrannte Dachstock in der Aarauer Altstadt steht wieder

Die im September zerstörten Dächer in Aaraus Altstadt konnten dank moderner Technik nachgebaut werden.

Michael Küng
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Ganz wie früher: Die Giebelstadt bekommt ihren verlorenen Holz-Giebel zurück.

Ganz wie früher: Die Giebelstadt bekommt ihren verlorenen Holz-Giebel zurück.

Michael Küng

Während von der Rathausgasse unten noch nicht viel vom laufenden Wiederaufbau zu sehen ist, geht es oben mit Riesenschritten vorwärts. 196 Tage nach dem verhängnisvollen Brand am 3. September 2019 steht der Dachstock der beiden betroffenen Gebäude wieder und lässt wohl nicht nur das Herz eines Zimmermanns höher schlagen.

Die Brandursache ist mutmasslich auf einen nicht sachgerechten Umgang mit Raucherwaren zurückzuführen. Das der letzte kommunizierte Stand der Ermittlungen. Derweil gehen die Arbeiten bei Besitzer Grundmann Immobilien zügig voran, die neue Baubewilligung wurde noch 2019 erteilt. Schnell geht es auch, weil die Sanierung des Dachstocks, die beim Ausbruch des Feuers im Gang war, generalstabsmässig geplant worden war – mitsamt detaillierten 3D- und Drohnenaufnahmen.

Sie kompensieren die fehlenden Pläne der alten Liegenschaft. Und helfen nun dabei, die klaffende Lücke im Herzen der Altstadt wieder zu schliessen, damit die Häuser baldmöglichst wieder von Bewohnern und Co-Working belebt werden können.

Brand in der Aarauer Altstadt
29 Bilder
Am Dienstagabend brach im Dachstock eines Gebäudes in der Aarauer Altstadt ein Brand aus. Zwei Liegenschaften wurden weitgehend zerstört. Der rasche Einsatz der Feuerwehr konnte eine Katastrophe jedoch verhindern.
Weil an den Dächern der beiden betroffenen Häuser gerade Bauarbeiten liefen, standen sie leer. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Der Brand in der Aarauer Altstadt brach in einem Dachstock aus und griff danach auf andere Gebäude über.
Der Brand brach kurz nach 17 Uhr aus.
Bereits um 19 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle.
Bis am nächsten Morgen hatte die Feuerwehr aber immer wieder Glutnester zu bekämpfen.
Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt.
Ebenfalls ungeklärt ist das Ausmass des Schadens.
Die Ecke Kirchgasse/Rathausgasse wurde grossräumig abgeriegelt, Brandwachen wurden errichtet.
Die Feuerwehr Aarau wurde von Erlinsbach, Küttigen und Zofingen verstärkt.
Insgesamt standen rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz.
Eine Katastrophe, nämlich das Übergreifen des Feuers auf andere Altstadthäuser, konnte verhindert werden.
Neben zwei Autodrehleitern und mehreren Tanklöschfahrzeugen wurden auch Atemschutzcontainer sowie ein mobiler Grosslüfter genutzt.
Das Grossaufgebot der Feuerwehr wurde im Verlauf des Abends nach und nach zurückgefahren. Brand in der Aarauer Altstadt, 3.9.19
Eine Brandwache blieb aber noch bis Mittwochmorgen.
Am nächsten Tag zeigten sich dann die Ausmasse der Feuerbrunst.
Die Flammen frassen sich durch den gesamten Dachstock.
Bei dem Feuer handelte es sich um den grössten Brand in der Altstadt seit Jahren.
Auch Nachbarliegenschaften wurden teilweise in Mitleidschaft gezogen, primär durch Wasser oder Russ.
Der Brandherd lag mitten in der Aargauer Altstadt.
Die betroffenen Gebäude wurden weitgehend zerstört.
Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker schrieb auf Facebook von einem «Horrorszenario».
Das ganze Ausmass der Zerstörung – hier in der Ansicht von der Stadtkirche her.
Am Tag danach roch es in der Altstadt noch immer nach Rauch.
Auch am Donnerstagmorgen lag ein verkohlter Geruch in der Luft.
Die Feuerwehr prüft derzeit jede Wohnung einzeln auf ihre Bewohnbarkeit.
Das Gebäude vor dem Umbau. Es handelte sich um eines der grössten Umbauprojekte seit Jahrzehnten in der Aarauer Altstadt. Die Kosten für den Umbau beliefen sich gemäss Baugesuch auf rund 4,5 Millionen Franken.
Müde, aber zufrieden: Feuerwehrkommandant David Bürge gestern Nachmittag in der Rathausgasse.

Brand in der Aarauer Altstadt