Aarau

Der Aarauer Boiler-Club ist das Thema einer Bachelor-Arbeit

Besitzer Michael Ganz in seinem Aarauer Party-Club «Boiler»

Besitzer Michael Ganz in seinem Aarauer Party-Club «Boiler»

Zwei Wirtschaftsstudierende wollen mittels Online-Umfrage herausfinden, wie zufrieden die Gäste des Boiler-Clubs mit dem Angebot sind. Sie haben die Online-Umfrage gestartet, um zu erfahren, welche Wünsche und Bedürfnisse die Boilergäste haben.

Der Boiler-Club wird Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchungen: Zwei Wirtschaftsstudierende befassen sich für ihre Bachelorarbeit mit dem Aarauer Lokal.

Und weil solche Arbeiten eine gewisse empirische Präzision verlangen, treibt die Forschung mitunter seltsame Blüten: In ihrer Online-Umfrage wird der Teilnehmer tatsächlich nach seiner Zufriedenheit mit der Beschriftung der Toilettentüren im Boiler gefragt.

Auch die Farbgestaltung und die Kerzendekoration soll man bewerten – und kommt dabei ganz schön ins Studieren, denn normalerweise macht sich wohl kein Gast so viele differenzierte Gedanken zu einem Club.

Umfrage gehört zu Bachelorarbeit

Verantwortlich für die Umfrage sind Sabine Häfeli und Marcel Bader. Sie studieren an der Fachhochschule Nordwestschweiz. «Wir haben die Online-Umfrage gestartet, um zu erfahren, welche Wünsche und Bedürfnisse die Boilergäste haben», sagt Häfeli.

«Wir wollen herausfinden, wie man die Angebote optimieren kann.» Dazu dient den Studierenden nicht nur die Umfrage, sondern auch eine Analyse anderer Lokale und deren Angebote.

Häfeli arbeitet selber im Boiler. Deshalb sei es nahe gelegen, ihre Kenntnisse aus Studium und Arbeit zu verknüpfen. Dabei können Häfeli und ihr Kommilitone Bader auf die Unterstützung von Clubinhaber Michael Ganz zählen: «Wenn eine Mitarbeiterin so etwas plant, muss man das natürlich unterstützen», sagt Ganz.

«Der Boiler Club ist jetzt zwölf Jahre alt – da wird es Zeit für ein paar neue Ideen.» Konkret könnte Ganz sich eine neue Partyreihe vorstellen, oder ein neues Design des Lokals. «Es geht vor allem darum, bei den Gästen den Puls zu spüren und Inputs zu erhalten.»

Boiler wird nicht umgekrempelt

Tatsächlich können die Umfrageteilnehmer zu fast jedem Aspekt des Lokals ihre Meinung abgeben. In ihrer Umfrage, die rund 10 Minuten in Anspruch nimmt, wollen die beiden Studenten zum Beispiel wissen, warum und wie oft die Leute in den Club kommen. Auch das Getränkeangebot und die Eintrittspreise sind Thema. Zusätzlich kann man einzelne DJs und Partyreihen bewerten.

Michael Ganz will sich von dem Ergebnis überraschen lassen. Völlig umkrempeln will er den Boiler jedoch auf keinen Fall. Mit seinem Rücktritt aus dem Aarauer Stadtrat habe die Arbeit zur Optimierung des Betriebs ebenfalls nichts zu tun, ein grösseres Projekt sei nicht geplant, sagt er.

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