Aarau

Der 24. November rückt näher: Diesen und nächsten Samstag gibt es viel Spektakel rund um die Stadion-Vorlagen

Das Stadion-Areal, aufgenommen am Donnerstag.

Das Stadion-Areal, aufgenommen am Donnerstag.

Am Samstag gibt es eine grosse Demo. In einer Woche lassen 20 Piloten 20 Drohnen steigen, um die Dimensionen des Bauvorhabens zu zeigen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. In drei Wochen finden in Aarau die Volksabstimmungen über beide Stadionvorlagen statt. Für heute ist der grosse Solidaritätsmarsch der Befürworter angesagt. Und am nächsten Samstag findet auf dem Stadionareal im Torfeld Süd ein Drohnen-Spektakel statt, wie es Aarau noch nie gesehen hat. Beginn um 11 Uhr. Ab 11.30 Uhr gibts dann in der «Aeschbachhalle6» letzte Infos vom Stadtrat zum Gestaltungsplan.

Am Donnerstag war Martin Schumacher, Besitzer und Pilot der Luzerner Firma air-view, auf dem Platz und hat erste Probeflüge durchgeführt. Dann gab er sein definitives «Go». Am kommenden Samstag wird er mit seinem Team von 22 bis 23 Personen nach Aarau kommen.

Alles ist generalstabsmässig geplant. Die Passpunkte sind eingemessen. Auf sie werden die 20 Piloten ihre Drohnen setzen und dann senkrecht aufsteigen lassen. Vier werden eine Höhe von 75 Metern erreichen und die Eckpunkte des höchsten Hochhauses markieren.

«Das sind keine Spezialdrohnen, sondern handelsübliche Geräte im Wert von etwa je 2000 Franken», erklärt Martin Schumacher. Sie sind nicht speziell markiert, aber trotzdem vom Boden aus gut erkennbar. Theoretisch wäre es möglich, alle 20 Drohnen so zu programmieren, dass sie von einem einzigen Piloten gesteuert werden können.

Unter anderem aus Zeitgründen hat man sich für den einfacheren und sichereren Einsatz mit dem vielen Personal entschieden. Eine Bewilligung seitens des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) braucht es nicht, es ist alles konform. Sogar die Polizei hat Schumacher bereits mit ins Boot geholt.

Der grösste Unsicherheitsfaktor ist das Wetter: Es darf nicht allzu stark winden. «Ab 30 km/h fliegen wir nicht mehr», erklärt Schumacher. Die Drohnen werden maximal 20 Minuten in der Luft sein. Wer also nach 11.15 Uhr kommt, wird kaum mehr etwas sehen. Während der Vorführung ist das ganze Stadion-Gelände, die leer geräumte Brache, für Zuschauer abgesperrt.

«Sollten Personen auf das Areal eindringen, wird der Start verzögert», erklärt Schumacher. Grössere Menschenansammlungen sind nur in 100 Meter Entfernung erlaubt. Darum gibt es beim Cargo-Center (Bowlingcenter, Swiss Training) einen Zuschauerbereich.

Mit den Drohnen werden die Dimensionen des Stadion/Hochhaus-Komplexes gezeigt. Veranstalterin ist die Stadt, bezahlt wird die Aktion von der HRS. Hätte man konventionelle Profile aufgestellt, hätte das 300 000 Fr. gekostet. Die Drohnen-Show ist massiv günstiger.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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