Gemeindefusion

Densbüren macht jetzt auch beim Fusionsprojekt Herznach-Ueken mit

Der Blick in die Zukunft geht für Densbüren nun auch Richtung Norden nach Herznach (im Vordergrund) und Ueken. Gerry Thönen

Der Blick in die Zukunft geht für Densbüren nun auch Richtung Norden nach Herznach (im Vordergrund) und Ueken. Gerry Thönen

Die Gemeinde Densbüren beteiligt sich neu am Fusionsprojekt Herznach-Ueken, bleibt aber weiterhin Teil des Zukunftsraums Aarau.

Densbüren beteiligt sich zusammen mit Aarau, Oberentfelden, Unterentfelden und Suhr am Projekt Zukunftsraum Aarau. Derzeit wird eine Fusionsanalyse erarbeitet (die AZ berichtete). «Daran ändert sich auch nichts», betont der Densbürer Gemeindeammann Roger Meyer. «Wir bleiben beim Zukunftsraum Aarau dabei.»

Gleichwohl hat der Densbürer Gemeinderat aber entschieden, sich auch am Fusionsprojekt Herznach-Ueken zu beteiligen, nachdem er von den beiden Gemeinden über ihre Zusammenarbeitsstudie informiert und angefragt worden war, ob er sich eine Beteiligung vorstellen könne. Die Gemeinde Zeihen wurde ebenfalls informiert und angefragt, hat aber derzeit kein Interesse, sich am Fusionsprojekt zu beteiligen.

Grundlagen erarbeiten

Die Bevölkerung in Asp sei eher nach Aarau orientiert, während die Densbürer eher ins Fricktal ausgerichtet seien, begründet Meyer. Dies habe eine Umfrage im Dorf gezeigt. «Wir sehen es als unsere Aufgabe, eine Auslegeordnung zu machen und auf beide Seiten abzuklären, was eine Fusion bedeutet», so Meyer. Die Projektpartner im Zukunftsraum Aarau habe man über den Entscheid orientiert. Dies bestätigt Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident von Aarau und Vorsitzender der Projektsteuerung des Zukunftsraums Aarau. «Für das Projekt hat der Entscheid von Densbüren keine Konsequenzen. Die Arbeitsgruppen laufen normal weiter», so Hilfiker.

In den nächsten Wochen gehe es nun darum, die vorhandene Studie von Herznach und Ueken mit den Zahlen und Informationen von Densbüren zu ergänzen, so Meyer. Und auch Thomas Treyer, Ammann von Herznach, betont, es sei wichtig, dass man nun für alle drei Gemeinden die gleiche Grundlage erarbeite. Derzeit ist angedacht, an ausserordentlichen Gemeindeversammlungen im Herbst in den drei Gemeinden jeweils einen Projektierungskredit zu beantragen.

Ähnliche Problemstellungen

Während beim Zukunftsraum Aarau bereits klar ist, dass Densbüren seine Primarschule behalten würde, wurden derartige Fragen mit Herznach und Ueken noch nicht besprochen, wie Roger Meyer sagt. Man gehe denn auch «ergebnisoffen» in die anstehenden Gespräche. Angesprochen auf mögliche Vorteile einer Fusion mit Herznach und Ueken führt Meyer ins Feld, dass die Problemstellungen der drei ländlichen Gemeinden wohl sehr ähnlich seien.

So sieht es auch der Ueker Gemeindeammann Robert Schmid. «Wir haben die gleiche Identität und ähnlich gelagerte Probleme.» Es könnten sicherlich Synergien genutzt werden, wenn die ganze Talschaft eine Gemeinde wäre. Thomas Treyer fügt überdies an, dass Herznach, Ueken und Densbüren zusammen auf eine Einwohnerzahl von gut 3000 Personen käme. «Damit wäre ein längerfristiges Bestehen gesichert», ist er überzeugt. Und: «Rein geografisch würde eine Fusion von Densbüren mit Herznach und Ueken wohl eher Sinn machen.»

Ziel sei es, dass durch die Beteiligung von Densbüren der Fusionsprozess nicht verzögert werde, so Treyer weiter. Vorgesehen ist derzeit, dass noch in der laufenden Legislatur 2018/21 ein verbindlicher Entscheid durch die Stimmbürger fällt. Allerdings fügt Treyer auch an: «Beschleunigen wird die Densbürer Beteiligung den Prozess sicher auch nicht.»

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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