Sportschule Buchs
Den Rucksack füllen für das Leben nach dem Spitzensport

Die Sportschule Buchs-Rohr hilft 46 jungen Talenten auf ihrem Weg in den Spitzensport und darüber hinaus.

Jakob Weber
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46 Sportschüler, so viele wie noch nie, starteten ins Schuljahr 2017/18.
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An der Eröffnungsfeier waren auch zahlreiche Eltern und Trainer der Nachwuchstalente anwesend.
So war die Aula im Schulhaus Suhrenmatte proppenvoll.
Eröffnungsfeier Sportschuljahr 2017/18
"Die Sonnenblume steht sinnbildlich für Sommermonate und Spass", sagt Markhofer.

46 Sportschüler, so viele wie noch nie, starteten ins Schuljahr 2017/18.

Jakob Weber

Zwei Neulinge fehlen an der Eröffnungsfeier des Schuljahrs 2017/18 im Schulhaus Suhrenmatte. Einer (Colin Vogler) ist an der Schweizer Meisterschaft im Turmspringen, der andere (Neil Heeb) vertritt die Schweiz an der Jugend-WM der Mountain-biker in Graz (Österreich).

Die anderen 21 neuen Sportschüler lauschen mit den 23 Bisherigen begleitet von zahlreichen Eltern und Trainern der Rede von Sportschul-Koordinator Thomas Merkofer. «Träume haben und verfolgen. Das ist unser Motto», sagt Merkofer und fügt hinzu: «Euer Ziel muss es sein, einmal zu den besten Schweizern in eurem Sport zu gehören.»

Im Gespräch mit den jugendlichen Talenten merkt man schnell, wie professionell die Schüler bereits auf dieses Ziel hinarbeiten. Der ständige Leistungsdruck im Sport, aber auch im Unterricht ist für sie bereits zur Gewohnheit geworden.

Arenui Lüthi (13) aus Gontenschwil «Ich spiele Tennis und gehöre seit zwei Jahren zum Swiss-Kader. Wir Sportschüler haben sehr lange Tage. Ich muss früh raus und bin oft erst gegen 20 Uhr daheim. Mein Vorbild? Gael Monfils. Deswegen habe ich auch eine ähnliche Frisur. Ein Showman wie der Franzose bin ich aber nicht.»
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Fadri Bernet (13) aus Killwangen «In der Sportschule haben wir jeden Dienstag- und Donnerstagmorgen frei. Dann trainiert jeder individuell mit seinen Trainern. Ich bin Mountainbiker und gehöre zum Regionalkader. Eines Tages möchte ich bei den Olympischen Spielen starten und dann natürlich auch zu den Besten gehören.»
Tanja Siegrist (12) aus Schöftland «Ich spiele Tennis und möchte eine Top-100-Spielerin werden. Dafür trainiere ich jede Woche elf bis zwölf Stunden. Es war mein Vater, der mich zum ersten Mal zum Tennis mitgenommen hat. Meine Vorbilder Roger Federer und Timea Bacsinszky habe ich leider noch nie persönlich getroffen.»
Luis Mestre (14) aus Aarburg «Ich spiele Fussball beim FC Aarau und seit Kurzem auch in der U15-Nati der Schweiz. Das Auswahlverfahren war hart. Von 800 Bewerben haben es nur 32 geschafft. In der Sportschule haben wir weniger Hausaufgaben und nicht alle Fächer. Kunst, Musik und Hauswirtschaft vermisse ich nicht.»
Michelle Gertiser (15) aus Kaisten «Ich bin Volleyballerin. Mein Trainer hat mir gesagt, ich sei sehr gut und solle doch an die Sportschule gehen. Mit meiner Familie musste ich nicht lange diskutieren. Jetzt bin ich hier. Wenn ich beim Beach-Turnier in Gstaad den Profis zuschaue, träume ich davon, eines Tages selbst dort aufzulaufen.»

Arenui Lüthi (13) aus Gontenschwil «Ich spiele Tennis und gehöre seit zwei Jahren zum Swiss-Kader. Wir Sportschüler haben sehr lange Tage. Ich muss früh raus und bin oft erst gegen 20 Uhr daheim. Mein Vorbild? Gael Monfils. Deswegen habe ich auch eine ähnliche Frisur. Ein Showman wie der Franzose bin ich aber nicht.»

Jakob Weber

«Die Schule ist der Rucksack für das Leben nach der Karriere», sagt Merkofer zu seinen Schülern. Aus dem ganzen Aargau kommen sie täglich zur Sportschule. Merkofer hofft, dass einige von ihnen in die Fussstapfen von Loris Benito (YB) oder Michelle Heimberg (EM-Silber im Turmspringen) treten. Sie sind zwei Beispiele von heutigen Aargauer Spitzensportlern, deren Weg über die Sportschule Buchs-Rohr führte.

Sportschule Buchs-Rohr

An der Kreisschule Buchs-Rohr wird seit 2003 ein Schulmodell für Leistungssportler/innen geführt. Mit 46 Schülern ist die Sportschule in diesem Schuljahr so gut besucht wie noch nie. Es gibt zwei reine Sportklassen (2. und 3. Bez), die übrigen Schüler sind in Regelklassen integriert. Seit 2005 ist die Sportschule mit dem Label «Swiss Olympic Partner School» zertifiziert.