Region Aarau

Dem Frühlingswetter sei Dank: Gartencentern legen verheissungsvollen Start hin

Das schöne Wetter lockt die Hobbygärtner ins Gartencenter und in den eigenen Garten.

Das schöne Wetter lockt die Hobbygärtner ins Gartencenter und in den eigenen Garten.

Wenn die Sonnenstrahlen die Erde von Neuem erwärmen und die Luft nach Blumen und frischem Grün riecht, wird auch der Gärtner im Menschen wieder wach. Die Gärtnereien und Blumencenter in der Region Aarau werden dann regelrecht überrannt.

Dabei spielt es keine Rolle, dass die Bäume allesamt noch kahl dastehen und der nächste Schnee nicht weit entfernt die Hügel bedeckt. Nach den langen, kalten Wintermonaten ist die Sehnsucht nach dem Frühling so gross, dass etwas wärmere Temperaturen bereits reichen, um die Leute in Scharen nach draussen zu locken.

Von der Kraft der Sonnenstrahlen weiss man auch in den Gärtnereien. «Wir sind sehr vom Wetter abhängig», sagt Ruedi Zogg, Inhaber der Blumen Hoch GmbH in Suhr. «Letztes Jahr ging unser Umsatz aufgrund des schlechten Frühlings um einen Drittel zurück.»

Wetter animiert zu Spontankäufen

Diese Saison habe zumindest einen verheissungsvollen Start hingelegt, so Zogg. Auch in der Alten Stadtgärtnerei war in den letzten Tagen richtig viel los. Die Leute hätten wieder Lust nach Pflanzen, sagt Sabine Neukom. Zusammen mit Franziska Koller führt sie die Stadtgärtnerei. «Unsere Produktion läuft Jahr für Jahr gleich ab.»

Das Wetter hat jedoch Einfluss auf Spontankäufe. So erzählt etwa eine Kundin im Coop Bau und Hobby in Unterentfelden, sie habe gerade unerwartet ein Kissen für die Sitzbank im Gartenhaus gefunden. Zusammen mit Blumentöpfchen liegt das Sitzkissen nun im Einkaufswagen.

Auch in Suhr werden spontan Blumentöpfe gekauft, genauso wie sich in Aarau die Spaziergänger gerne beim Umherschlendern in der Stadtgärtnerei inspirieren lassen. «Ich habe einen grossen Garten und komme immer mal wieder hier vorbei. Hier findet man immer etwas Schönes und Spezielles», sagt eine Rentnerin.

Insektenhotel ist sonst besetzt

Andere gehen planmässiger vor. So etwa Hildegard Tell aus Erlinsbach: Sie hat einen langen Einkaufszettel geschrieben und war auch schon in mehreren Geschäften. Im Coop Bau und Hobby in Unterentfelden hat sie die gesuchten Hydrokugeln und den Dünger dazu dann endlich gefunden.

Neben all den Frühlings-Euphorikern, die vom wiedererwachten Leben schwärmen und Setzlinge und Samentütchen kaufen, gibt es auch die etwas vorsichtigeren. «Ich kaufe erst Gestecke, die ich auch drinnen aufstellen kann. Mit dem Anpflanzen im Garten warte ich noch, schliesslich haben wir ja erst März», sagt eine Frau.

Für andere Sachen ist es jedoch bereits höchste Zeit. So etwa beim Insektenhotel, das ein Mann in der Alten Stadtgärtnerei kauft: Geschäftsführerin Franziska Koller fand, er habe es gerade noch rechtzeitig gekauft, wenig später wäre es wohl schon bewohnt gewesen. Die Insekten reisen wieder – ein weiteres Signal frühlingshafter Temperaturen.

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