Dass die Projektierungskredite zur Schulraumplanung im Einwohnerrat Zündstoff bieten, damit musste man rechnen: Zur Debatte standen die Projektierungskredite zur Aufstockung des Schulhauses Telli (630 000 Franken), für einen Neubau des Kindergartens in der Telli (300 000 Franken), vor allem aber derjenige für einen Neubau zur Erweiterung der Schulanlage Gönhard (1,86 Mio. Franken). Glatt durch gingen die ersten beiden Anträge für zusätzliche Schulzimmer im Schulhaus Telli, genauso wie auch für den Neubau des Kindergarten Telli. Hinter beide Anträge stellten sich die Einwohnerräte einstimmig.

Rückweisung angenommen

Zu reden gab dann jedoch der Neubau und die Erweiterung der Schulanlage Gönhard. Dazu hatte Ueli Hertig im Namen der Fraktion Pro Aarau, EVP/EW und GLP einen Rückweisungsantrag eingereicht. Pro Aarau forderte darin beispielsweise eine definitive Festlegung des Raumprogramms, ein Konkurrenzverfahren oder auch die vorgängie Bauabrechnung der Sanierung der Schulanlage Gönhard. Ausserdem sollte der Projektierungskredit nur das Vorprojekt und das Bauprojekt beinhalten.

FDP und SVP sprachen sich gegen die Rückweisung aus, sie hätten den Projektierungskredit auf 830 000 Franken reduziert. Die Ratsmehrheit aber befürwortete eine Rückweisung mit 26 Ja-Stimmen gegenüber 23 Nein-Stimmen.

Das bedeutet für die Erweiterung der Schulanlage Gönhard mehr Zeit und somit auf den Systemwechsel 6/3 zu Beginn des Schuljahres 2014/15 zunächst eine Lösung mit Provisorien. (HHS)