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Davide Callà nimmt Stellung zum «Sponsoring» durch die Arbeitslosenkasse

Davide Callà

Davide Callà

Anfangs Woche wurde bekannt, dass zwei «arbeitslose» Spieler des FCA Geld von der Arbeitslosenkasse beziehen. Einer der beiden ist Davide Callà. Er erklärt nun warum und relativiert den Skandal.

Davide Callà ist einer der Spieler aus der Challenge League, die zu ihrem regulären Spielerlohn noch Leistungen der Arbeitslosenkasse beziehen. Beim anderen handelt es sich um David Marazzi, wurde nun bekannt. Mit dem «Sonntags Blick» sprach der Topskorer, der mit dem FCA auf den Aufstieg hofft, nun über den Skandal.

22 Mal spielte Davide Callà bereits für die Schweizer U21-Nati. Bei GC fand Callà später seinen vorübergehenden Heimathafen. In dieser Zeit plagten ihn aber immer wieder Verletzungen. Im letzten Sommer lief der Vertrag mit GC aus, einen Platz in der Superleague konnte er sich daraufhin nicht mehr sichern.

So kommt er zum FC Aarau: «Ich musste in Aarau bitti-bätti machen, damit die mich nahmen», sagt Callà gegenüber dem «Sonntags Blick».

Der Trick mit der Arbeitslosenkasse

Doch im Jahresvertrag mit dem FCA ist ein niedrigerer Lohn ausgeschrieben als im verflossenen Deal mit GC. In Aarau bekommt der Fussballer ein Fixlohn plus Leitungsprämie. Die Differenz zum Maximalbetrag von 7350 Franken pro Monat bessert ihm deshalb das RAV auf.

Dies sieht Davide Callà nur als berechtigt: «Ich zahle wie jeder Bürger in die Kasse ein und habe dasselbe Recht wie alle anderen». Hätte sich der Topskorer ganz als Arbeitsloser anmelden lassen und hätte nicht mehr gespielt, würde ihm die Kasse den Maximallohn von 7350 Franken bezahlen. Faulenzen will er aber nicht.

Jetzt muss sich Callà wie jeder andere Bürger auch bewerben, er schreibt zwölf Bewerbungen pro Monat, teils bei Fussballklubs. Er bewirbt sich aber auch auf KV-Stellen.

Weil Callà im Büro aber keine Erfahrung hat, bekommt er nur Absagen: «Logisch, denn ich spiele nur noch Fussball, seit ich 18-jährig bin». Also bezieht er weiterhin die Aufbesserung und muss nicht in ein Büro arbeiten gehen.

Der FC Aarau steht voll hinter ihm und unterstützt den Trick mit der Querfinanzierung. Teamkollege David Marazzi sollte ebenfalls querfinanziert werden, doch hier weigerte sich die Kasse und tat es als Betrug ab. Marazzi, der in Solothurn registriert wurde, bekommt hier keine Unterstützung ausbezahlt. (kgh)

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