Aarau
Das war der Live-Ticker: Das Rockwell-Gebäude liegt in Schutt und Asche

Das Rockwell-Gebäude wurde erfolgreich gesprengt! In rund zwei Sekunden lag das 50 Meter hohe Gebäude am Boden. Der Turm ist genau so in sich zusammengefallen, wie sich dies die Profis vorgestellt hatten.

Silvan Hartmann
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Das Rockwell-Gebäude in Schutt und Asche

Das Rockwell-Gebäude in Schutt und Asche

Emanuel Freudiger

03.00 Wir verabschieden uns von der Live-Berichterstattung. Herzlichen Dank für Ihr Interesse! Zum Abschluss noch ein Video mit eindrücklichen Bildern -

02.55 Einen ausführlichen Bericht zur Abschluss-Pressekonferenz mit Sprengmeister Walter Weber lesen Sie hier.

02.53 "Was fühlen Sie?", wird Weber gefragt. "Ich bin zufrieden. Ich habe Freude, dass alles geklappt hat. Wir hatten die Sprengung genau so geplant", sagt Weber. Auch sei die Staubentwicklung weniger stark gewesen, als man geplant hatte.

02.52 Er macht einen erleichterten Eindruck. "Da sind wir wieder", begrüsst er die Journalisten.

02.50 Walter Weber tritt in den Presseraum. Applaus für den Sprengmeister von den zahlreichen Journalisten.

02.40 In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz mit Sprengmeister Walter Weber beginnen.

02.35 Die Strassenputz-Maschinen sind schon unterwegs und reinigen die Strassen.

02.24 Im Anschluss wird Sprengmeister Walter Weber vor die Medienschar treten. Er wird wohl zufrieden sein.

02.21 So schnell wie die Staubwolke gekommen ist, so schnell verschwindet sie auch wieder.

02.15 Ich höre Zugabe-Stimmen. Ja, wie soll denn das funktionieren? Stellt das Ding wieder auf! Lustige Typen.

02.12 Die Staubwolke breitet sich unglaublich schnell aus.

02.11 Erste Aussagen vom Sprengteam: Der Tower ist genau so in sich zusammengefallen, wie man das geplant hatte.

02.10 Bääääm! Wooow! Das sind eindrückliche Bilder. Zwei Sekunden und das Gebäude ist am Boden. Es ist vollbracht!

02.10 Der Countdown läuft!!! 10, 9, 8.....

02.09 Jetzt muss es losgehen! Das Gebäude wird mit Wasser bespritzt.

02.06 Wir werden langsam ungeduldig. Die Drohne geht wieder runter. Ob etwas nicht stimmt?

02.05 Fünf Töne erklingen als Warnung. Die Drohne steigt für Aufnahmen über Aarau hoch.

02.00 Noch geht nichts. Ein Raunen um Punkt 2 Uhr von den Zuschauern. Die Sprengung verzögert sich um einige Minuten. Grund: Noch immer haben Anwohner Fenster geöffnet und das Sprengteam prüft noch immer das Sprengobjekt.

01.55 Es gibt offensichtlich Probleme mit dem az-Live-Stream, weshalb wir zu einer Alternative greifen müssen. Dafür entschuldigen wir uns. Der Live-Stream sitzt aber noch rechtzeitig und filmt nun das noch stehende Gebäude. Sie können die Sprengung live verfolgen! Viel Spass!

01.52 Nach wie vor befinden sich zwei Sprengmeister auf dem Gebäude. Sie untersuchen es mit einer Wärmebildkamera und müssen sichergehen, dass sie wirklich niemand darin aufhält.

01.47 "Achtung, Achtung!" heisst es via Megafon. "Bitte verlassen Sie die Gefahrenzone. Befindet sich jemand darin, kann die Sprengung nicht durchgeführt werden." Es sieht nun so aus, als würde sich die Sprengung um ein paar Minnuten verzögern.

01.45 Noch 15 Minuten. Die Sprengung wird mit folgenden Signalen angekündigt: Fünf lange Signaltöne bedeuten: «Achtung, es wird gesprengt.» Darauf folgen drei kurze Signaltöne, was heisst: «Achtung, es wird gezündet.». Ein langer Signalton kündigt das Ende der Sprengung an, was gleichzeitig auch bedeutet: «Es ist alles gut verlaufen.»

01.35 Auf dem Rockwell-Gebäude befinden sich zwei Männer. Zur Beruhigung: Sie sind hochoffiziell auf dem Gebäude und untersuchen dieses zum letzten Mal. Nochmals: Höchste Sicherheitsvorkehrungen!

01.32 Wer auf Twitter aktiv ist: Man hat sich auf den Hashtag #sprengaarau geeinigt.

01.30 Die letzte halbe Stunde des Rockwell-Turms ist angebrochen. Ob ehemalige Sprecher und Schuh-Mitarbeiter eine Träne verdrücken werden? Wir sagen schon jetzt: Lebe wohl, Sprecherhof!

01.22 Was Fotografen für ein gutes Bild nicht alles machen: Die Fenster im Mediencenter sind stets geöffnet. Ich muss zugeben: Mit T-Shirt ists schon ein wenig frisch. Jänu, Fotografen haben Vorrang.

01.20 Übrigens: Ein zünftiger Chlapf ist laut Sprengmeister garantiert. Er wird laut Walti Weber aber nicht so stark sein, dass man den Knall im halben Kanton Aargau hören kann. Auch die Druckwelle wird sich nach seinen Berechnungen in Grenzen halten.

01.14 Ein Zug hornt! Was ist da bloss los? Ob erste Zuschauer Gleise überqueren? Oder hat sich ein Lokführer einen schlechten Scherz erlaubt?

01.13 Böse Zungen melden sich prompt. Ihre Antwort: Die Bauherren und Sprengcrew erhoffen sich weniger Zuschauer in der Nacht.

01.10 Viele Leser haben sich heute gefragt: Warum um Himmels Willen findet die Sprengung mitten in der Nacht statt? Die Antwort: Bei einer Sprengung am Tag müsste der Strassen-, Bahn- und Fussgängerverkehr viel stärker eingeschränkt werden als in der Nacht. In den Bürogebäuden am Gais-Kreisel dürfte sich niemand aufhalten und das Einkaufszentrum Gais wäre für mehrere Stunden geschlossen.

01.07 Unzählig viele Zuschauer sind schon da. Bald sind mehr Leute da als an einem durchschnittlichen FCA-Spiel auf dem Brügglifeld...

01.04 Vor dem Gais-Center herrscht gähnende Leere. Die Sicherheitskräfte scheinen erfolgreich gewesen zu sein. Die Zuschauer sind aus der Gefahrenzone.

01.00 Noch eine Stunde bis zur Sprengung. Im Mediencenter werden die Journis langsam aber sicher nervös. Die Beine beginnen zu zappeln. Wir schnappen uns nochmals zur Beruhigung ein Häppchen vom Buffet. Wie es wohl Sprengmeister Walti Weber nun geht?

00.45 Die Drohne des Sprengmeisters kreist über dem Rockwell-Hochhaus. Das müssen einmalige Bilder geben.

00.37 Um 02.00 soll der Befehl zur Sprengung für 1500 Zünder gleichzeitig erteilt werden. Die Detonationen sind exakt terminiert. Zuerst werden die Stahlstützen im Unter- und Erdgeschoss sowie im 6. Obergeschoss brechen. So wird die Statik des 12-stöckigen, 50 Meter hohen Sprecherhauses zerstört und der Hauptbau fällt senkrecht nach unten in sich zusammen.

00.35 Nochmals ein paar Fakten zur Sprengung: Sprengmeister Walter Weber aus Erlinsbach hat mit seinem Team 75 Kilogramm Sprengstoff installiert.

00.30 Die Sicherheitskräfte beginnen das Areal zu räumen. Alle müssen aus der bekannten roten Zone raus. So lange sich noch Leute darin befinden, kann nicht gezündet werden. Auch der Durchgang wird gesperrt sein.

00.30 Uhr: Sicherheitskräfte räumen das Areal

00.30 Uhr: Sicherheitskräfte räumen das Areal

Pascal Meier

00.26 Die Fondue-Jungs verlassen den Kreisel.

00.23 Das Gais-Maskottchen verteilt Wärmebeutel. Zwingend braucht man sie aber nicht, die Temperaturen sind durchaus erträglich, es könnt' also schlimmer sein.

00.20 Grillmeister Christoph hält Wort: Es hat wieder Würste. Grossandrang.

00.15 Viele Zuschauer installieren ihre Video- und Fotokameras rund um den Gais-Kreisel. Ihnen dürfte nicht bewusst sein, dass sie sich in der roten Zone befinden und bald ihren Platz räumen müssen. Befindet sich jemand in der roten Zone, wird nicht gesprengt. So einfach ist das.

00.07 Die Würste beim Barwagen sind ausgegangen. Grillmeister Christoph meldet aber beruhigend: Nachschub an Würsten folgt. 15 Minuten solls dauern.

00.04 Der Turm erhält eine kalte Dusche, dessen letzte Stunde bald schlägt. Damit will man die Staub-Entwicklung eindämmen.

24.00 Es ist Mitternacht. In einer Stunde wird das Areal grossräumig abgesperrt.

23.50 Der Alkohol-Pegel bei den Fondue-Dinierenden auf dem Gais-Kreisel steigt. Ob sie die Sprengung noch mitbekommen?

23.35 Wir liefern die Antworten gleich dazu: Die beste Sicht für die Zuschauer dürfte von der hinteren Bahnhofstrasse Richtung Tower sein. Kein schlechter Schauplatz ist wohl auch die Aarauerstrasse von Buchs herkommend, das sind auch zwei der drei Zuschauerzonen.

23.30 Immer mehr Schaulustige finden sich beim Gais-Kreisel ein. Autofahrer umkurven den Kreisel, halten sogar kurz an. Leute informieren sich bei Bauherren persönlich, wo man die Sprengung am besten verfolgt.

23.25 Das Buffet für die akkreditierten Journalisten lässt sich auch sehen. Nicht schlecht. Wir konzentrieren uns aber nach einem kleinen Häppchen wieder auf die Arbeit.

Das Buffet für die Journalisten lässt sich sehen, genauso wie der Ausblick auf den Rockwell-Turm

Das Buffet für die Journalisten lässt sich sehen, genauso wie der Ausblick auf den Rockwell-Turm

Silvan Hartmann

23.20 Die Aussicht aus dem Mediencenter ist stark. Hier das entsprechende Bild.

Die Aussicht vom eingerichteten Mediencenter auf den Turm

Die Aussicht vom eingerichteten Mediencenter auf den Turm

Silvan Hartmann

23.10 Nach zehn Minuten ist die Pressekonferenz vorüber. "Ich wünsche Euch viel Spass. Bis zum nächsten Mal." Weber schmunzelt, die Journalisten gröhlen.

23.05 Die Journalisten-Schar scheint irgendwie nervöser zu sein als der Sprengmeister. Er verhält sich sehr professionell, ruhig und ist (noch) gelassen.

23.03 "Kommts gut?", wird Sprengmeister Weber von Journalisten gefragt. "Ich kann Ihnen um 02.15 Uhr mehr dazu sagen", sagt Weber. Zuversicht klingt anders.

23.00 Die Medienkonferenz startet. Noch drei Stunden bis zur Sprengung.

22.45 Wir sind schliesslich im Mediencenter angekommen. Gleich startet die Medienkonferenz mit Sprengmeister Walter Weber.

22.40 Humorvoll sind die Jungs: Sie essen gemütlich ein Fondue auf dem Gais-Kreisel.

22.30 Wir schauen bald mal beim speziell für den einmaligen Event eingerichteten Mediencenter vorbei. Es befindet sich an der Bahnhofstrasse mit bestem Blick über die SBB-Gleise hin zum Turm. Das Medieninteresse ist riesig! Die Schweiz schaut auf Aarau.

22.25 Nach wie vor ist es still rund um das Rockwell-Gebäude. Die Medienleute sind noch in der Überzahl, Fotografen schiessen die letzten Bilder vom stehenden Hochhaus.

22.20 Das Wetter macht übrigens bislang sehr gut mit: Kein Regen und vor allem angenehme Temperaturen. Das Thermometer zeigt 9 Grad an.

22.15 Die Polizei zeigt sich. Mit einem Grossaufgebot sind nicht nur die Securitas und die Polizei im Einsatz. Auch die az ist mit sechs Redaktoren und drei Fotografen vor Ort. Nebst der Online-Berichterstattung wird die Aargauer Zeitung in der Samstags-Ausgabe auch mit einer Doppelseite von der Nacht berichten.

22.03 Alle Schaufenster des unmittelbar nebenan stehenden Gais-Centers sind abgeklebt. Schliesslich soll kein einziges Fenster bersten.

22.00 Es ist zehn Uhr. Der Countdown auf unserer Homepage zeigt noch vier Stunden bis zur Sprengung an! Ob die Zündung tatsächlich um 02.00 Uhr betätigt werden kann, ist unklar. Die Sicherheit geht natürlich vor. Wir sind gespannt.

21.57 Der Sprengmeister hat sich vorhin auf dem Areal blicken lassen. Wir fragen: Nervös? "Nervös ist das falsche Wort. Ich spüre eine gesunde Anspannung", sagt Sprengmeister Walter Weber

21.55 Christof vom Barwagen meint, die Suppe würde schmecken. Er wird die Zuschuer bis um 00.30 Uhr bedienen können. Dann muss auch er weg.

21.45 Der Barwagen beim Gaiscenter ist installiert. Die Rauchwürstli sind parat, die Suppe heiss gekocht. Im Barwagen läuft Sierra Madre. Wir singen mit: Sieeeerra Maaadreee deel Suuuur. Das kommt gut!

21.35 Ob meine Erwartungen in Sachen Zuschauer-Aufmarsch zutreffen? Die Sprengung ist zumindest auch in Beinwil am See an einer Informationsveranstaltung im Restaurant Zihl zur Operette ein Thema. Folgendes wird diskutiert. Wer geht hin und wo parkiert man am besten? Wir schlagen vor: ÖV!

21.32 Übrigens, Apropos Staub: Für alle Kritiker: Die mit Asbest und PHC belasteten Bauteile sind längst entfernt worden.

21.30 Die Soldaten haben ausserdem auf dem bereits abgesperrten Gelände acht Löschbecken aufgestellt. Mit denen will das Sprengteam das Hochhaus unmittelbar nach der Sprengung bespritzen, um den aufwirbelnden Staub in Grenzen zu halten.

21.20 Heute Nachmittag erschien die Armee auf Platz. Sie unterstützt das Sprengteam in Sachen Sicherheit - mit rund 50 Soldaten. Das Hochhaus wurde heute Nachmittag mit einem weissen Tuch umhüllt.

21.10 Rund 1000 Zuschauer werden erwartet. Mich dünkt das eine tiefe Zahl. Da dürften sich vor Ort doch mehr gwundrige Leute einfinden?

21.07 Gegen 50 Zuschauer sind schon da und blicken vom Gais-Kreisel hoch hinauf zum Sprecherhof. Ob sie bis zur Sprengung ausharren? Klar ist, dass sie das zumindest nicht an diesem Ort tun können. So wird der Sprengplatz grossräumig abgesperrt. Für die Zuschauer wurden aber Zonen eingerichtet.

21.03 Vor Ort tut sich noch nicht wirklich viel: Das Gebäude ist aber bereits beleuchtet. An die Wand wurde eine grosse Uhr projiziert. Auch bei uns sehen Sie online einen Countdown. Die Sprengung ist auf 02.00 Uhr angesagt, also in 4 Stunden 57 Minuten. Wir hoffen, Sie halten bei diesem einmaligen Erlebnis mit uns durch!

21.00 Geschätzte Leserinnen und Leser: Herzlich Willkommen zur Übertragung der Aarauer Sprengnacht! Es tickert für Sie Silvan Hartmann.

1- 1966 Abbruch Birkenhof
19 Bilder
2- Oktober 1966 20'000 Kubikmeter Aushub
3- November 1966 Fundametaushub
5- März 1967 Betonwanne gegen Grundwasser ist fertig
6- Bau des Sprecherhofs
7- Bau des Sprecherhofs
8- Bau des Sprecherhofs
9- Bau des Sprecherhofs
10- Zwei Öltanks werden versetzt.
11- Die Öltanks fassen 180'000 Liter Heizöl.
12- April 1967 Stahlsäulen werden errichtet.
13- Mai 1967 Der Erdgeschossboden ist fertig, mit dem Kern wird begonnen.
14- Das Erdgeschoss und der 1. Stock sind im Bau.
15- Bau des Sprecherhofs
16- Der Sprecherhof wächst pro 9 Arbeitstage ein Stockwerk
17- September 1967 Das Hochhaus ist im Rohbau fertig
18- Frühling 1998 Der Sprecherhof wird eingeweiht-
19- So sieht es im modernen Büro von damals aus
20- Der Sprecherhof in seiner ganzen Pracht

1- 1966 Abbruch Birkenhof

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